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Wiesseer Rettungszentrum einsturzgefährdet

Zwei Schwerverletzte bei mehreren Explosionen

Von Peter Posztos

Wie berichtet, haben sich heute Nachmittag in Bad Wiessee mehrere Explosionen ereignet. Anschließend geriet das betroffene Gebäude in Brand. Mindestens elf Personen wurde verletzt, zwei von ihnen schwer.

Heute Nachmittag haben sich mehrere Explosionen in Bad Wiessee ereignet.

Schwere Verletzungen erlitten zwei Männer aus Bad Wiessee im Alter von 42 und 34 Jahren bei mehreren Explosionen und einem anschließendem Brand im erst vor wenigen Jahren erbauten Rettungszentrum in Bad Wiessee. Wie berichtet kam es gegen 13:50 Uhr in dem Gebäude, in dem der Rettungsdienst, die Wasserwacht wie auch die Wiesseer Feuerwehr ihren Standort hat, zu der folgenschweren Verpuffung im Garagenbereich.

Die zwei Schwerverletzten wurden zuerst im danebenliegenden Gebäude der Polizeiinspektion Bad Wiessee erstversorgt und später per Hubschrauber in Krankenhäuser geflogen. Zur Brandbekämpfung war ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus vor Ort im Einsatz. Insgesamt 150 Mann waren im Einsatz. Auf Grund der sehr starken Rauchentwicklung – die dunkle Rauchsäule war kilometerweit sichtbar – wurden Anwohner in Wiessee am Nachmittag gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Diese Warnung hat die Polizei gegen 16 Uhr aufgehoben.

Neun Feuerwehrler ebenfalls verletzt

Bei den anschließenden Löscharbeiten erlitten neun Feuerwehrler leichte Rauchgasvergiftungen und mussten vor Ort behandelt werden. Mittlerweile ist das Feuer weitestgehend unter Kontrolle, Feuerwehrkräfte versuchen letzte Glutnester ausfindig zu machen und Gefahrstellen zu beseitigen. Im Anschluss muss das in Teilen einsturzgefährdete Gebäude – betroffen ist insbesondere der Garagen- oder Hallenbereich des Rettungsdienstes beziehungsweise der Wasserwacht – von einem Statiker überprüft werden.

Erst nach dessen Freigabe wird es für die Beamten der Kripo Miesbach möglich sein, vor Ort mit den Ermittlungen zur Klärung der Ursache zu beginnen. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen gehen die Ermittler von einer Sachschadenshöhe im siebenstelligen Bereich aus. Diese Einschätzung ergibt sich aus dem Gebäudeschaden sowie dem Wert der untergestellten Fahrzeuge und Gerätschaften.

Laut Informationen vom Unfallort soll die Ursache für die Verpuffung ein Unfall bei Schweißarbeiten an einem Boot der Wiesseer Wasserwacht sein. Die Polizei will das allerdings derzeit weder bestätigen noch dementieren. Die Ermittlungen zur Klärung der Ursache hat mittlerweile die Kripo Miesbach übernommen.

Aufnahmen vom Großeinsatz heute Nachmittag in Bad Wiessee:


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