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Georg von Preysing schimpft ein letztes Mal

„Ab und zu spinnt halt einer“

Von Maxi Hartberger

Bei seiner letzten Bürgerversammlung ließ es sich Georg von Preysing nicht nehmen, nochmal auszuteilen. So gab es nicht nur Kritik am Pressesprecher des Landratsamts, sondern auch an den Wiesseer Badepark-Planungen samt Bürgermeister Peter Höß.

Am Donnerstag hielt Georg von Preysing seine letzte Bürgerversammlung ab.

Bei seiner letzten Bürgerversammlung ließ Georg von Preysing die vergangenen 18 Jahre seiner Bürgermeister-Zeit noch einmal Revue passieren. Doch neben der Emotionalität und dem typischen Preysing-Humor, ließ er es sich nicht nehmen, auch richtig auszuteilen. „Das ist meine letzte Gelegenheit zum Schimpfen.“

Erst Nemitz, dann Höß

Erst diese Woche wurde im Ortsplanungsausschuss erneut über das Ausschank-Gebäude für den neuen Biergarten auf Gut Kaltenbrunn diskutiert (wir berichteten). Die Gemeinde hatte sich mit den Verantwortlichen auf einen geeigneten Standort geeinigt. Doch dann kam das Landratsamt: sowohl die Untere Naturschutzbehörde als auch der Kreisbrandrat stimmten gegen die Planungen. Grund hierfür sind vor allem zwei alte Kastanien.

So hatte Pressesprecher Birger Nemitz erklärt, dass es aus Sicht des Landratsamts jedoch nicht nötig war, die Gemeinde an der Entscheidung zu beteiligen, das Ausschank-Gebäude um 85 Zentimeter zu verschieben. Für von Preysing völlig unverständlich, schließlich ginge es um mehr als nur ein paar Zentimeter:

Aber mir war schon klar, dass wenn es um mehr geht als nur Sätze zu schreiben, beißt’s beim Nemitz aus.

Doch auch an einem seiner Bürgermeister-Kollegen übt von Preysing Kritik. „Was die Wiesseer derzeit mit dem Badepark machen, gefällt uns jetzt nicht unbedingt“, erklärt der scheidende Gmunder Rathauschef. Prinzipiell sei die Zusammenarbeit unter den Tal-Bürgermeistern sehr gut, „aber ab und zu spinnt halt einer.“ Das Jodbad sei zwar nicht die Sache der anderen Gemeinden, aber der Badepark gehe nun mal alle etwas an.

Wir anderen Bürgermeister können nicht nachvollziehen, was Bad Wiessee da macht.

Vor allem im Hinblick auf die Jugendförderung, die Wasserwacht und Schülerkurse sei das Hallenbad äußerst wichtig. „Und wenn dann auch noch ein Berater aus Gmund sagt, Familien würden kein Geld bringen – ja wo kommen wir da hin?!“

Die Gemeinde Gmund habe sogar vor fünf Jahren einen Brief an Bad Wiessee geschickt: „Wir haben finanzielle Unterstützung zum Erhalt des Badeparks angeboten“, so von Preysing. Doch vom Rathaus oder von Bürgermeister Peter Höß kam bis heute keine Antwort.

Naja, jetzt ko si mei Nachfolger obe doa mit dem Biffe.


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