Abriss von Haus Ursula hat begonnen

„Sie müssen sich beeilen, sonst sehen sie nichts mehr vom Haus“, riet Investor Werner Wendler heute. In der Tat. Die Bagger arbeiten sich schnell durch das ehemalige Hotel.

Die Tage vom Haus Ursula sind gezählt. Übrig bleibt ein Schuttberg in der Ortsmitte. / Foto: K. Wiendl

Wie bereits berichtet hatten sich die Abbrucharbeiten schon angekündigt. Nun war gleichzeitig auch Verkaufsstart für das Wohn- und Geschäftshaus auf dem etwa 2.000 Quadratmeter großen Areal am Lindenplatz. Bauherr und Planer des “Lake Life”, wie Werner Wendler es nennt. Als Geschäftsführer der Ismaninger MW Eigenheimbau engagiert er sich mit seinen beiden Kinder bei diesem Projekt drei Gewerbeeinheiten und 21 Wohnungen, die zwischen 300.000 und 1,2 Millionen Euro kosten sollen.

In dem Familienunternehmen ist Sohn Marco auch als Architekt tätig. Tochter Melanie kümmert sich um die Vermarktung der Läden und die ein bis vier Zimmer Wohnungen, die bereits im Herbst 2019 bezugsfertig sein sollen. Im Erdgeschoss werden für Geschäfte und Gewerbe etwa 600 Quadratmeter zur Verfügung stehen und als Wohnfläche sind 1.400 Quadratmeter geplant. Parkmöglichkeiten und Stellplätze werden mit dem Bau einer Tiefgarage geschaffen.

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Blick vom Lindenplatz auf das neue Wohn- und Geschäftshauses “Lake Like”. /Entwurf: MW Eigenheimbau

„Die Architektur orientiert sich an der umliegenden Bebauung und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein“, so Melanie Wendler. Bei der Planung sei Wert darauf gelegt worden, den traditionellen Baustil trotz moderner Elemente beizubehalten. Die Wendlers loben die „gute Zusammenarbeit“ mit der Gemeinde und dem Gemeinderat. Der Senior ist schon seit über 30 Jahren auf Wohnbebauung in München, Nürnberg und Oberland spezialisiert, wie er sagt. Sein Ziel sei es immer, die Bauprojekte mit verlässlichen regionalen Firmen zu realisieren.

Ende einer langen Durststrecke

Es würde auch schon eine große Nachfrage geben, erklärt Bauherr Werner Wendler. Für die Gewerbeeinheiten hätten sich schon Cafés, Fachmärkte und Ärzte gemeldet. Bisher waren im Haus Ursula neben dem Garni-Hotel noch der Mundschenk als Lokal, ein Lager von Sport Estner und das Geschäft Heimatschön untergebracht. Zuletzt räumte die Raiffeisenbank das Feld und zog nur noch mit einem Geldautomaten auf die andere Straßenseite.

Blick nach innen: Eine Wohnung mit Seeblick /Entwurf: MW Eigenheimbau

Der Abbruch markiert auch das Ende einer langen Durststrecke für die Gemeinde. Sie hatte sich im Vorfeld mit sieben Plan-Varianten seit 2016 zu befassen. Zuletzt sprang auch noch die Bavaria Wohnbaupartner GmbH ab, die bereits die genehmigten Pläne in der Tasche hatte. Im Januar trat denn überraschend Wendler als Bauherr auf den Plan. Er hatte bisher schon die Entwürfe begleitet. Während es heute beim Abriss eher staubig zuging, soll es dann laut Investor dafür feuchter beim Richtfest Ende des Jahres werden.

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