Ärger in der Schweiz für Jodbad-Investoren

von Redaktion

In Bad Wiessee haben es sich die Schweizer Investoren Florian Kamelger und Andreas Baenzinger von SME ordentlich versiebt. Ganz nach dem Motto: Große Versprechen, nichts dahinter. Das ehemalige Jobdad-Gelände liegt nun seit zwei Jahren brach. Nun haben sie auch noch Ärger mit Aston Martin.

Seit zwei Jahren tut sich nichts auf dem ehemaligen Jodbad-Gelände in Bad Wiessee.

Große Pläne hatten die Schweizer Investoren Florian Kamelger und Andreas Baenzinger von der Sports Medicine Excellence Group (SME) für das ehemalige Jodbad-Gelände. Es wurde als das Leuchtturmprojekt von Bad Wiessee angepriesen: Geplant waren ein „Mega-Hotel“ mit 121 Zimmern, einem ausgedehnten Spa-, Wellness- und Sportbereich sowie ein medizinisches Funktionsgebäude auf dem 22.000 Quadratmeter großen Gelände.

Nur ein halbes Jahr nach dem Spatenstich wurde es im Mai 2019 plötzlich ruhig auf der Großbaustelle. SME sprach damals von einem vorübergehenden Baustopp. Dauern sollte dieser bis Ende des Jahres. Bis heute liegt das Gelände allerdings brach. Dass SME ihr Mega-Projekt noch realisiert, glaubt keiner mehr in Bad Wiessee. Im Frühjahr 2021 musste die Denkmalschutzbehörde des Landratsamts sogar Zwangsmaßnahmen androhen, damit SME endlich die Sicherung der Wandelhalle übernimmt.

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Die Schweizer Investoren gelten im Gemeinderat mittlerweile als abgeschrieben. Aktuell werden dringend neue Investoren gesucht. Zwar gibt es laut Bürgermeister Robert Kühn einige Interessenten, ernsthafte Kandidaten scheinen allerdings nicht in Sicht. Vor allem weil die Gemeinde auf den genehmigten Plänen für ein Hotel samt Klinik besteht.

Aston Martin stellt Antrag auf strafrechtliche Verfolgung

Laut mehreren Medienberichten zufolge gibt es nun auch noch massiven Ärger in der Schweiz. Diesmal geht es allerdings nicht um Hotels, sondern um Luxus-Autos. Demnach soll das Unternehmen Aston Martin Anzeige gegen zwei Vorstandsmitglieder der Firma Nebula Project in Teufen gestellt haben. Bei den Direktoren von Nebula soll es sich um Kamelger und Baenzinger handeln.

Der Vorwurf: Sie sollen Kundengelder in Höhe von knapp 13 Millionen Franken nicht weitergeleitet haben. Dabei geht es konkret um Anzahlungen für das Prestigeprojekt von Aston Martin, das Hypercar «Valkyrie», das übrigens auch im nächsten James Bond-Film zu sehen sein wird. Die Schweizer Firma Nebula soll demnach Gelder in der beklagten Höhe entgegengenommen, nicht aber an den Automobilhersteller weitergeleitet haben.

Aston Martin hat nun einen Antrag auf strafrechtliche Verfolgung sowie eine parallele Zivilklage gegen die Vorstandsmitglieder der Nebula Project AG eingereicht. Den Berichten zufolge gehen die Klagen mit der Auflösung des Autohauses Aston Martin St. Gallen einher, das von Kamelger und Baenzinger geführt wurde.

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