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Aktivitätshotel kommt ins Stocken

SME stoppt Wiesseer Bauvorhaben

Von Klaus Wiendl

Großes hat die Sports Medicine Excellence Group (SME) in Bad Wiessee vor. Mit den Bauarbeiten für ein 121-Zimmer-Hotel und einem medizinischen Bereich wurde vor einem halben Jahr begonnen. Doch jetzt ist vorerst Schluß. Es kommt es zu einer überraschenden Bauunterbrechung –  aus „wirtschaftlichen“ Gründen, wie es heißt.

Die Sports Medicine Excellence Group stoppt die Bauarbeiten auf dem ehemaligen Jodbad-Gelände. / Quelle: Nina Häußinger

Investor Florian Kamleger schwelgte von seinem Projekt bei der Grundsteinlegung am 5. Dezember vergangenen Jahres in Superlativen. Das „Mega-Hotel“ soll auf dem 22.000 Quadratmeter großem ehemaligen Jodbad-Gelände das Leuchtturmprojekt von Wiessee werden. Kamelger sprach von „großartig“, „bombastisch“ und „phantastisch“. Mit dem “phantastischen Projekt” sei man sehr weit, das ein “phantastisches Team” unter der Federführung eines “phantastischen Architekten” Matteo Thun realisiere.

Es soll einen ausgedehnten Spa-, Wellness- und Sportbereich erhalten sowie mehrere „gastronomische Outlets“ und ein „medizinisches Funktionsgebäude“, das unabhängig von Hotel betrieben werde. Mit dem Rohbau sollte nach der Kranaufstellung im Frühsommer 2019 begonnen werden. Die Eröffnung des Hotels war für Ende 2021 geplant. Doch daraus wird nun nichts, wie ein Gespräch von Kamelger mit Bürgermeister Peter Höß (Wiesseer Block) ergab.

Baustopp bis Ende des Jahres

Die Bauarbeiten „werden temporär“ unterbrochen, nennt es Kamelger. Man sei zwar nach wie vor vom eigenen Konzept in Bad Wiessee überzeugt, aber „aus strategischer und unternehmerischer Sicht ist dieser Schritt zum jetzigen Zeitpunkt der richtige, um die Wirtschaftlichkeit sicherzustellen und das Projekt weiterhin erfolgreich und effizient vorantreiben zu können,“ äußert Kamelger in einer Pressemitteilung.

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„Sich in der Bauphase offensichtlich ändernde Voraussetzungen aus Sicht des Denkmalschutzes in der Wandelhalle, verschiedene zunehmend einschränkende Entwicklungen, darunter die Art und Weise der verlangten Umsetzung behördlicher Vorgaben wie auch kostenmaximierendes Verhalten einzelner Partner, könnten sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens auswirken. Das nehmen wir zur guten Gelegenheit, korrigierend auf diese Faktoren einwirken zu können.“ so Kamelger.

Die SME werde daher wesentliche Arbeiten im Verlauf der nächsten Wochen bis vorerst gegen Ende des Jahres unterbrechen, um die aus unternehmerischer Sicht erforderlichen Anpassungen zu erörtern und gemeinsam mit ihren Planungs- und Projektpartnern die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten. Mit dieser Hiobsbotschaft für Höß und seinen Vize Robert Huber (SPD) bekommen Gerüchte neue Nahrung, dass SME bereits an den Verkauf des ganzen Projekts denken soll.


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