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Entscheidung über "Seeperle-Areal" steht bevor

Atlantic-Hotelkette plant “Severin’s” in Rottach

Von Klaus Wiendl

Behandelt wird es noch wie eine geheime Kommandosache. Aber bereits im Dezember wollen ein Bremer Investor und Rainer Leidecker von der Projektgesellschaft Seestraße 19-21 der Öffentlichkeit das Hotelprojekt “Severin’s” statt der Seeperle präsentieren. Erste Details sickern nun durch.

Tafeln am Bauzaun künden vom exklusiven Suitenhotel. / Quelle: Klaus Wiendl

Tafeln an der Seestraße in Rottach-Egern künden seit Längerem vom geplanten Suitenhotel der Luxusklasse, mit Läden und einer Tiefgarage. So sieht es der längst genehmigte Bebauungsplan vor. Die Durchführung hat sich die Gemeinde per Vertrag sichern lassen. Die gesetzte Frist für die Realisierung des Vorhabens wurde vom Gemeinderat schon zweimal verlängert. Zum Jahresende würde sie erneut auslaufen. Doch nun kommt nach Informationen der Tegernseer Stimme Bewegung in das sich seit Jahren hinschleppende Projekt.

Beredtes Schweigen

Die Spur legte FOCUS jüngst mit einem Artikel über die Zech Group in Bremen, ein international aufgestelltes Unternehmen in Familienbesitz. Allein die Zech Hotel Holding betreibt 22 Hotels mit 1.600 Mitarbeitern. Darunter sind zwölf Atlantic-Hotels in Bremen, Kiel und Lübeck. Dazu gehören des Weiteren bisher drei 5-Sterne-Luxury-Hotels der Marke „Severin’s“ auf Sylt in Keitum und Morsum und eines in Lech am Arlberg. „Das vierte Severin’s ist in Rottach-Egern geplant“, schreibt FOCUS.

Recherchen der TS erhärten diesen Hinweis, auch wenn weder Leidecker noch der Bremer Investor und Betreiber von „Serverin’s“ dazu Stellung nehmen wollen. Von Leidecker ist nur zu erfahren, dass noch im Dezember für das 3.600 Quadratmeter Grundstück Ross und Reiter genannt werden sollen. „Wir sind in der Endphase der Verhandlungen“, wurde Leidecker unlängst im Merkur zitiert. Mit dem Bau könne im Frühjahr 2020 begonnen werden.

In dieser Baugrube an der Rottacher Seestraße soll im Frühjahr mit dem Hotel begonnen werden. / Quelle: Klaus Wiendl

Das vermutlich 40 bis 50 Millionen Euro teure Luxushotel soll 44 Zimmer mit 102 Betten bekommen, ein Almhaus mit Restaurant, einen Wellnessbereich samt Schwimmbad im Untergeschoss, Technik- und Lagerräume. In der Tiefgarage sind 88 Stellplätze geplant. Weitere elf sind oberirdisch angesiedelt. Im Erdgeschoss des westlichen Baus werde es neben der Lobby mit Sitzgelegenheiten noch einen Frühstücksraum für 68 Sitzplätze und das Buffet geben.

Ein überdachter Weg soll die Gäste außerdem zum sogenannten „Almhaus“, einer Gaststätte, führen, die am Ende der Ladenzeile, über einem der drei Ladengeschäfte errichtet werden soll. Die Fassaden der drei Läden entlang der Seestraße werden mit hellen Natursteinen versehen. Bürgermeister Christian Köck ist sich sicher, dass sich „in absehbarer Zeit da unten was tun wird“. Dies würde die Informationen der TS bestätigen. Die nächsten zwei bis drei Wochen werden es zeigen.


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