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Tegernsee

Neue Betreiber fürs Seehotel gefunden

Zapfenstreich im „Seehotel zur Post“ in Tegernsee. Gestern räumten die Pächter Brigitte und Eduard Zech das Feld. Heute wurde bekannt gegeben, wer die neuen Betreiber sind.

Das Seehotel zur Post in Tegernsee hat neue Betreiber/ Bild: Hubert von G.

Wie gestern berichtet geben Brigitte und Eduard Zech das Seehotel zur Post in Tegernsee auf. Sie verabschieden sich endgültig in den Ruhestand. Bis gestern war nicht klar, ob es einen neuen Betreiber geben wird. Wie die Rosemarie Neusen GmbH & Co.KG nun gegenüber dem Merkur bekannt gibt, wird die SEGO Hospitality GbR aus München das Hotel ab 1. Dezember führen.

Die Übernahme findet damit lückenlos statt. Vorgesehen ist, den Charme des alten Gebäudes zu erhalten, und mit einem jüngeren Konzept neu zu beleben. Die Sanierung soll während des laufenden Betriebs stattfinden. Man befinde sich bereits in Abstimmung mit dem Landratsamt, so Anja Rehling, Sprecherin der Eigentümer-Gesellschaft gegenüber der Zeitung.

Ursprünglicher Artikel vom 20.11.2018

Zapfenstreich im „Seehotel zur Post“ in Tegernsee. Just in diesem Moment räumen die Pächter Brigitte und Eduard Zech das Feld. Die Mitarbeiter bangen.

Das „Seehotel zur Post“ in Tegernsee ist ein traditionsreiches Haus. Nach einem Brand baute man die einstige Posthalterei im Jahr 1923 wieder auf. Thea und Anton Schneider kauften es in den 1930er-Jahren. Nach dem Krieg führte es bis 1973 deren Tochter Rosemarie, verheiratete Neusen. Dann kamen Brigitte und Eduard Zech.

Im Dezember 2017 lief deren Pachtvertrag aus – nach 27 Jahren. Weil die Eigentümerin des Traditionshauses, die „Hotel Zur Post Neusen KG“ aber unschlüssig war, was mit dem Haus geschehen sollte, hatte sich das Pächter-Ehepaar nach etlichem Hin und Her dazu entschlossen, seinen Ruhestand zu verschieben und ein weiteres Jahr dranzuhängen.

Muss zugesperrt werden?

Das Hotel sollte nicht leer stehen, deshalb wurde das gekündigte Personal wieder zurückgeholt. Genau wie die Stammgäste. Jetzt ist endgültig Schluss. Am 30. November läuft der Pachtvertrag erneut aus. Eine Verlängerung gibt es dieses Mal nicht. Brigitte und Eduard Zech hören „definitiv auf“. Wie Brigitte Zech auf telefonische Nachfrage mitteilt, sei man gerade dabei, das Hotel auszuräumen.

Noch gebe es keinen neuen Betreiber, sagt sie. Zwar hätten Gespräche mit Bewerbern stattgefunden, aber „etwas Festes“ läge nicht auf dem Tisch. Deshalb wisse man auch noch nicht, wie es nun mit den Mitarbeitern weitergehe. Noch könne man ihnen kein „positives Feedback“ geben.

Zukunft weiter offen

Lange hatte Eigentümerin Lola Pierburg, die zusammen mit ihren beiden Töchtern und dem Sohn die „Rosemarie Neusen KG“ bildet, darüber nachgedacht, ob es sinnvoller sei, das Hotel abreißen zu lassen oder zu renovieren, oder vielleicht doch lieber zu verkaufen. Letztendlich entschied man sich dafür, von einem Hotelverkauf abzusehen.

Zwei Bewerber hätten das 39-Zimmer-Hotel wohl gerne renoviert. Pierburg fürchtete allerdings die extrem hohen Kosten. Von der Suche nach einem Partner war die Rede, mit dem man das Hotel abreißen und neu bauen könnte. Kein Luxushotel, sondern ein bezahlbares Vier-Sterne-Hotel. Auch potenzielle Pächter gab es, die aber alle wieder abgesprungen sind.

Lola Pierburg selbst möchte zum aktuellen Zeitpunkt auf Nachfrage keine Auskunft geben. „Morgen oder übermorgen geben wir eine Pressemitteilung raus“, sagt sie. So ist die Zukunft des „Seehotels“ derzeit weiter offen. Sollte bis 30. November kein neuer Pachtvertrag unterschrieben sein, gibt es neben dem Bastenhaus noch ein Haus in Tegernsee, das leer steht.


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