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Tegernseer Traditionsbetrieb ist zurück

Bäckerei Schinagl geht an den Start

Von Rose Beyer

Semmeln, Brot, Mandelbögen, Käsekuchen. Sie erwarten die Kunden in der Auslage der neueröffneten Traditionsbäckerei Schinagl. In den Räumen des ehemaligen Hotels Residenz am Tegernseer Steinmetzplatz hat sich Bäckermeister Rupert Schinagl neue Verkaufsräume ausgebaut. Seit kurzem gibt es dort Backwaren. Peu à peu will Schinagl das Sortiment erweitern.

Puristische Einrichtung, klassische Produkte: die Bäckerei Schinagl am Tegernseer Steinmetzplatz
Puristische Einrichtung, klassische Produkte.

„Wir sind hierher gekommen, um das alles zu beleben.“ So hat es sich Rupert Schinagl zum Ziel gesetzt. Die Ecke zum EDEKA-Markt am Tegernseer Sommerkeller wirkt momentan alles andere als lebendig. Doch das könnte sich mit dem neuen Bäckerladen bald ändern. Schinagl ist glücklich darüber, dass er die Räume ergattert hat. Schließlich sei es sehr schwer, in Tegernsee einen Platz für ein Gewerbe dieser Großenördnung zu finden. Und dass sie die alte Residenz als ihren Standort bezogen haben, habe sich „sozusagen einfach so ergeben“.

Bei der Gestaltung seines Ladens setzt er auf Minimalismus und klare Linien. „Das ist einfach zeitlos“, findet er. Dafür darf es bei den Backwaren auch mal üppig sein. Insgesamt setzt er jedoch auf klassische Ware. Besonderen Wert legt er darauf, dass ausschließlich „Echtes“ die Backstube verlässt. Also wird gebacken, ohne zu jeglichen Aromen oder Backmischungen zu greifen.

Langer Umbau – lange Tradition

Nach den langen Umbauarbeiten, die ein halbes Jahr in Anspruch genommen haben, könne es nun endlich losgehen. Darüber ist Schinagl sehr froh. Die Öfen sind auch schon eingeheizt. Seit zwei Wochen wurde eifrig probegebacken. Dazu war eine extra Bescheinigung des Lebensmittelberaters notwendig. Alle Waren, die dort vorgebacken wurden, wurden auch in kleinem Rahmen verkauft. „Wäre ja wirklich schade, das alles wegzuwerfen“, findet der Bäckermeister. Das habe auch der Lebensmittelberater eingesehen.

Das Einbacken ist ein wichtiger Prozess. Die Öfen sind komplett neu, auch für mich waren sie komplettes Neuland.

Schinagl war bisher die alten Backöfen seines alten Geschäfts gewohnt. Der Traditionsbetrieb war bis 2006 in der Tegernseer Hauptstraße ansässig, bevor er schließen musste. Dort hatte es ihn schon im Jahr 1895 gegeben. 1973 wurde die Bäckerei von der Familie übernommen und war seitdem nicht mehr aus Tegernsee wegzudenken. 33 Jahre lang führten die Schinagls den Betrieb in der Hauptstraße, bevor sie aufhörten.

Nun, wo es neue Geschäftsräume gibt, sieht Schinagl eine gute Zukunft voraus. Er selbst war mit der Bäckerei groß geworden und hatte im elterlichen Betrieb das Bäckerhandwerk gelernt. Jetzt will er die Tradition der Eltern in Tegernsee fortführen.


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