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Tegernsee

Bastenhaus: Kosten überschreiten Mittel des Freistaats

Von Nicole Kleim

Seit Juni 2016 steht das ehemalige Hotel Bastenhaus in Tegernsee leer. Trotzdem fallen jeden Monat 10.000 Euro Pacht an. Eine Kostenzusage des Freistaats für den Umbau lag eigentlich vor. Jetzt stellt sich heraus: Die Kosten sind höher als die zur Verfügung stehenden Mittel.

Einst ein Hotel in Bestlage – künftig eine Flüchtlingsunterkunft?

Anfang Oktober bestätigte Landratsamt-Pressessprecher Birger Nemitz die Kostenübernahme für den Umbau des ehemaligen Hotel Bastenhaus durch den Freistaat. Doch wie Landratsamt-Abteilungsleiter Stefan Köck in der Kreistagssitzung am Mittwoch berichtete, seien die Kosten so immens gestiegen, dass es „die finanziellen Mittel des Freistaats“ überschreite.

Seit Juni 2016 ist das Bastenhaus als Flüchtlingsheim bestimmt. Die Baugenehmigung ist längst erteilt. Und auch die Kostenübernahme sollte eigentlich längst gesichert sein. Die Regierung von Oberbayern hatte aber noch einige Dinge abzuwägen, und deshalb diverse Prüfaufträge ans Landratsamt erteilt.

Umbau weiter offen

Diese sind inzwischen abgearbeitet. Jetzt warte man auf die endgültige Entscheidung, so Köck, wann mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden könne. Kalkuliert wurden einst 80.000 Euro. Wegen der nötigen Brandschutzmaßnahmen ist man inzwischen bei annähernd 300.000 Euro gelandet. Nemitz spricht von 275.000 Euro. Die Summe habe sich aber „geringfügig erhöht“, wie er der TS Anfang Oktober mitteilte.

Etwa 60 Flüchtlinge sollen im Bastenhaus unterkommen. Seit Beginn des Zehn-Jahres-Mietvertrages im Juni 2016 sind jeden Monat 10.000 Euro Pacht fällig. Nächsten Monat wird die 300.000 Euro Marke geknackt. Der Bund der Steuerzahler, der darin eine Verschwendung öffentlicher Gelder sieht, wird die Sache also weiterhin beobachten.


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