Nimmt jemand den Hubi mal zur Seite?
Bayerischer Wirtschaftsminister von der Mental-Piste abgekommen – wieder einmal

von Martin Calsow

Text-Bild Schere: die Unterzeile des Bildes passt nicht zum Motiv. Grund: Mal ist es Faulheit oder Dämlichkeit des Verfassers, mal bewusstes Zündeln. Nun zu unserem bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger. / Quelle: picture alliance / Sammy Minkoff

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger postete jüngst dieses Bild auf seinem Twitter-Account (siehe unten). Und er meinte das ernst. Keine Ironie, keine Doppeldeutigkeit. Hubert – und wie er die Welt sieht. Klar, warme Winter. Hat man schon einmal. Schade für Liftbetreiber und Wintersportfans. Auch über Kunstschnee und den horrenden Energiebedarf dafür kann man streiten. Das eine ist Wetter, das andere Klima. Schon klar. 

Aber einen traurigen Abfahrtshang mit einem Restschneestreifen als gutes Beispiel für Tourismus abzufeiern, ist wiederum ein schönes Beispiel dafür, wie fern jeder Realität sich manche Minister in Bayern aufführen und dafür sogar von der eigenen, meist ebenso intellektuell überschaubaren Fan-Truppe abgefeiert wird. Diese Hänge sind einfach nur traurig. Mehr nicht. Besonders schräg und perfide ist der herbeifabulierte Stadt vs. Land Konflikt. Hier die Doofen aus Haidhausen, dort die smarten Landler, die aus der Krise noch das Beste machen. 

Vertraut man der Wissenschaft (Gut, nicht Huberts Stärke), muss man von immer wärmer daherkommenden Winterzeiten ausgehen. Gute und nachhaltige Politik wäre, dieser langfristigen Entwicklung ein angepasstes Konzept zu geben, statt auf alte Zöpfe zu setzen.  Nicht mit Hubert. 

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Nun wird in diesem Jahr in unserem Bundesland gewählt. Junge Menschen, die sich nicht wie Hubsi Aiwanger im Herbst ihres Lebens befinden, werden auf ihren Wahlzettel genau schauen müssen, wer ihre Zukunft mit althergebrachtem und populistischem Gequake infrage stellt. 

Man muss sich nicht festkleben, Bilder mit Nahrung bewerfen, um einem tatsächlichen Klimawandel mit Veränderungen des eigenen Verhaltens zu begegnen. Meine Vermutung: Menschen wie der Aiwanger Hubert werden wohl auch Waldbrände als gelungenen Beitrag zur Energiekrise (Stichwort: “ist doch schön warm”) bezeichnen.    

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