Mangfallgebirge:
Betreten verboten: Das Rotwandgebiet gehört den Hühnern

Schutz für die Familie der Raufußhühner. Ab 01. Dezember gilt im Rotwandgebiet ein Betretungsverbot …

Der Gipfel der Rotwand.

Rückzugsraum für Birk- und Auerhuhn

Birk- und Auerhühner, die zur Familie der Raufußhühner gehören, sind durch den zunehmenden Freizeitdruck und Wintertourismus bedroht. Das Auerhuhn ist sehr störungsempfindlich, scheu und lebt in den Nadelwäldern der Gebirgsregionen. Deshalb ist es wichtig, den Lebensraum dieser bedrohten Vogelart zu erhalten. Sie überwintern hier, brüten und ziehen ihre Jungen auf. Für Birk- und Auerwild ist das Rotwandgebiet eines der letzten Rückzugsgebiete in den bayerischen Alpen. Beide Vogelarten sind vom Aussterben bedroht und stehen auf der Roten Liste.

Was bedeutet ein Betretungsverbot?

Das bedeutet, dass das Gebiet nicht betreten oder befahren werden darf. Skitourengeher sollten auf den ausgewählten Skirouten aufsteigen. Ausnahmen gelten nur für die Ausübung der Jagd, der Forstwirtschaft und der Almwirtschaft. Die 320 Hektar große Schutzzone ist das Areal rund um Lempersberg, Benzingspitz, Wildes Fräulein/Jägerkamp und Maroldschneid.

Positive Erfahrungen

Nachdem sich das Verbot bereits in der Wintersaison 2021/2022 bewährt hat, soll dieser positive Trend jetzt fortgesetzt werden. Schließlich müssen die Raufußhühner dadurch nicht mehr aus ihren Winterlebensräumen fliehen und können ungestört ihren Nachwuchs aufziehen. So kann sichergestellt werden, dass sich die Population wieder erholen kann.

Sanfter Tourismus versus Naturschutz

Zwei Jahre lang haben Vertreter des Landratsamtes, des Deutschen Alpenvereins, der Bergwacht, der Regionalentwicklung Oberland und des Forstbetriebs Schliersee mit Landwirten, Touristikern und Umweltverbänden über diese Regelungen beraten. Die unterschiedlichen Interessen hat man unter einen Hut gebracht: Artenschutz und Erholungstourismus. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro rechnen. Zur Information und auch zur Besucherlenkung wurden über 14 Schilder und Karten aufgestellt, um die Informationen für alle zugänglich zu machen. Wer es genau wissen will, kann sich hier Wildschutzgebiet informieren.

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