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Rottacher Gemeinderäte diskutieren über Sperrungen

“Braucht`s den Tegernseelauf überhaupt?”

Von Peter Posztos

Am Sonntag ist es wieder soweit. Tausende Läufer kommen ins Tal, um am Tegernseelauf teilzunehmen. Um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen, müssen zeitweise die Hauptstraßen rund um den See gesperrt werden. Das gefällt nicht jedem.

Wegen des Tegernseelaufs sind am Sonntag einige Straßen zeitweise gesperrt./Archivbild

Nur noch wenige Tage, dann laufen wieder zahlreiche Sportbegeisterte um die ersten Plätze. Am Sonntag findet der alljährliche Tegernseelauf statt. Vor genau 16 Jahren gingen erstmals 80 Läufer an der Seepromenade in Gmund an den Start. Heuer nehmen erneut 5.000 Läufer am Wettkampf teil.

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Wie jedes Jahr kommt es an verschiedenen Stellen zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Samstag und Sonntag werden beispielsweise die Parkplätze im Bereich des Gmunder Bahnhofs komplett gesperrt. Deshalb bittet die Polizei alle Autofahrer, auf den Volksfestplatz auszuweichen.

Wann und wo gesperrt wird

Außerdem wird wie berichtet die Ortsdurchfahrt in Gmund ab Samstag 13 Uhr bis Sonntag 18 Uhr gesperrt sein. Eine Umleitung erfolgt über die Kreuzstraße/Finsterwald und das Gut Kaltenbrunn. Am Sonntag wird dann von 10.20 Uhr bis 11 Uhr die B307 zwischen Gmund und Rottach Einfahrt Seestraße nicht befahrbar sein. Die Gegenrichtung wird von 10.10 bis etwa 12 Uhr gesperrt.

Von Bad Wiessee bis Kaltenbrunn ist von 11.10 Uhr bis 12.40 Uhr kein Durchkommen – das gilt ebenso für die Gegenrichtung. Alle Verkehrsteilnehmer werden in dieser Zeit gebeten, über die jeweils freie Seite des Sees zu fahren. Der Reisevekehr soll großräumig über den Sylvenstein umgeleitet werden. Die Veranstalter hoffen auf das Verständnis von Anwohnern und Durchreisenden.

Kritik im Gemeinderat

Verständnis, das bei einigen Rottacher Gemeinderäten nach nunmehr 16 Jahren Tegernseelauf, offensichtlich aufgebraucht ist. Bei der gestrigen Gemeinderatssitzungen war der öffentliche Teil eigentlich schon beendet, als es von verschiedenen Seiten Kritik am Gmunder Veranstalter und dem Tegernseelauf an sich hagelte.

So stellte Josef Kaiser von der CSU die Sportveranstaltung mit dem Satz “Braucht`s den Tegernseelauf überhaupt?” grundsätzlich in Frage. Und CSU-Bürgermeister Christian Köck erklärte:

Ich bin schon seit Jahren Kritiker der Veranstaltung. Vor allem der Termin am ersten Wiesn-Sonntag ist sehr unglücklich. Das habe ich schon einige Male erklärt.

Dabei betonte Köck, dass aus seiner Sicht die meisten der Teilnehmer – im Gegensatz zum abgewanderten Mountainbike-Festival – nur für den Lauf ins Tal kommen und am Nachmittag wieder nach Hause fahren. “Vom Tegernseelauf haben nicht viele was. Und eine wichtige Durchgangsverbindung wird für Stunden gesperrt. Das ist fahrlässig.”

Köcks Vize Josef Lang (CSU) sprang dem Bürgermeister zur Seite und erklärte, er habe schon als Leiter der Wiesseer Polizei auf das Chaos hingewiesen. Und eine Lösung hatte Lang auch gleich parat. Das Landratsamt solle einfach die Sperrungen verbieten. Dann würde sich die Veranstaltungen an einem solch stark frequentierten Wochenende – wie Ende September üblich – automatisch erübrigen.

Tegernseelauf hat auch Fürsprecher

Doch nicht alle Rottacher Gemeinderäte wollten auf den deutschlandweit bekannten Lauf und deren Macher einprügeln. So betonte Georg Höß von den Freien Wählern, dass er die Veranstaltung großartig findet.

Solche Sachen müssen bei uns stattfinden. Es nehmen auch viele Einheimische daran teil.

Und Höß` Gemeinderatskollege Andreas Erlacher erklärte, er fände es schade, wenn “der Tegernseelauf grundsätzlich in Frage gestellt wird.” Man könne ohne weiteres über den Termin diskutieren, aber die Veranstaltung sei an sich top. Unterstützt wurde er dabei von Grünen-Gemeinderat Thomas Tomaschek, der abschließend erklärte:

Ich finde es entspannend, über die leere Straße zu flanieren und den Läufern zuzuschauen. Für einen Tag kann die Blechlawine ruhig mal draußen bleiben.

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