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Parken im Sonnleitenweg künftig nur noch für Anwohner

Bürger dürfen über Parkplatz entscheiden

Von Nina Häußinger

Parkprobleme sind am Tegernsee nichts Neues. Trotzdem will man in Tegernsee jetzt einen öffentlichen Parkplatz schließen. Das kommt den Anwohnern zugute.

Der Parkplatz wird künftig nicht mehr in Google Maps zu finden sein

Die Parkproblematik in Tegernsee ist nicht neu: Vor allem an schönen Ausflugstagen steht oftmals Park-Chaos auf der Tagesordnung. Seit Anfang Dezember 2020 gibt es zur Entschärfung etwa 45 zusätzliche Stellplätze an der Schützenstraße. Im Gegenzug sollte der Wanderparkplatz am Sonnleitenweg gestrichen werden. Im Verkehrsausschuss hatte man sich im Februar für einen Rückbau der rund neun Parkplätze ausgesprochen. Doch nun kommt alles anders.

Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) machte im Stadtrat am Dienstag deutlich, dass ein Großteil der Anwohner für die Schließung des Parkplatzes für die Öffentlichkeit sei. Jedoch würden sie sich wünschen, dass stattdessen Anwohner die Parkfläche mieten können und zusätzlich eine Wendemöglichkeit entsteht.

Hagn berichtete weiter, dass er sich mit den meisten Anwohnern abgestimmt habe und dass dies der allgemeine Konsens war. Ziel sei es vor allem die enge Straße zur Sonnleiten zu entlasten und die Wildparkerei in den Wiesen rundherum zu stoppen. Hagn erklärt:

Da wird eine Beschilderung kommen und bauliche Maßnahmen, dass die Parkerei in den Wiesen aufhört.

Mit einem Grundstückseigentümer sei bereits besprochen, dass man entlang der Wiese einen Zaun baut. Die Räte waren sich über diesen Vorschlag nicht ganz einig. Carolin Machl (CSU) erklärte: “Ich finde es eine sehr gute Idee, das so zu lösen und den Anwohnern entgegen zu kommen, um so den Verkehr zu regulieren.” Sie machte deutlich, dass es unbedingt eine ausreichende Beschilderung brauche, damit auch Auswärtige wissen, wo sie künftig parken können.

Ursula Janssen (Die Grünen) zeigte sich enttäuscht. Der Parkplatz sei nun Jahrzehnte zur Verfügung gestanden. Außerdem wies sie auf die Problematik hin, dass dadurch ein Präzedenzfall geschaffen werde durch den auch andere Anwohner der Stadt eigene Parkplätze fordern könnten.

Parkplatz nur noch für Anwohner

Zudem wurde der Vorschlag diskutiert, dort wenigstens zwei oder drei Behindertenparkplätze auszuweisen. Hagn dazu: “Ziel ist es eigentlich da oben gar keinen öffentlichen Parkplatz zu haben. Nur so kriegen wir das auch aus Google Maps und den Navis raus.”

Am Ende einigte man sich zwar nicht einstimmig, aber doch mehrheitlich auf folgende Punkte. Der Parkplatz wird künftig nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Es werden keine Behindertenparkplätze ausgewiesen. Anwohner sollen die Möglichkeit erhalten Parkflächen zu mieten. Außerdem soll eine Wendemöglichkeit entstehen.


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