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Ein Brauch mit Grusel-Appeal

Darum wird Halloween gefeiert

Von Nicole Kleim

Halloween – das ist die Nacht des Grauens, der Hexen und Geister. Die Nacht, in der die Toten versuchen, die Seelen der Lebenden zu stehlen. Warum aber verkleidet man sich? Und was hat es mit dem Kürbis und dem Spruch „Süßes, sonst Saures“ auf sich? Vor allem: Wo wird Halloween am Tegernsee gefeiert?

Der Kürbis – laut Sage die leuchtende Rübe von Jack. /Foto: N. Häußinger

Der Halloween-Brauch geht bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus zurück. Die Kelten glaubten, dass an ihrem Neujahrsfest – in der Nacht zum 1. November – die Toten versuchen würden, den Lebenden die Seelen zu stehlen. Also verkleideten sie sich, um nicht erkannt zu werden.

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Der Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ stammt aus Irland. Schon im 11. Jahrhundert wurde den Bettlern am Allerseelentag süßes Brot geschenkt. Im Gegenzug sollten die Bettler für die Seelen der Verstorbenen beten. Heutzutage gehen verkleidete Kinder von Haus zu Haus und verlangen nach Süßigkeiten. Das Kürbisschnitzen geht auf eine irische Sage zurück:

Es war einmal…

Vor langer Zeit lebte in Irland ein Hufschmied namens Jack. Er war ein schlimmer Trunkenbold und hatte im Leben so manche Betrügerei begangen. Wie jeden Abend saß er auch am Abend des 31. Oktober an der Theke und trank viel zu viel. Plötzlich tauchte der Teufel neben ihm auf, um ihn zu holen.

Jack war wie versteinert vor Schreck. Dann kam ihm die rettende Idee, sich vom Teufel einen letzten Drink spendieren zu lassen. Der willigte ein, musste aber feststellen, dass er keine Münze zur Hand hatte. Also verwandelte er sich selbst in eine. Jack reagierte sofort und stopfte das teuflische Geldstück in seine Tasche. Weil sich darin auch ein kleines Kreuz befand, war der Teufel gefangen.

Der Pakt mit dem Teufel

Um frei zu kommen, musste der Teufel Jack versprechen, ihn ein ganzes Jahr lang in Ruhe zu lassen. Ein Jahr später, wieder am Abend des 31. Oktober, erschien der Teufel erneut. Dieses Mal überlistete Jack ihn damit, dass er für ihn einen letzten Apfel vom nahestehenden Apfelbaum pflücken sollte. Der Teufel tat wie ihm geheißen. Weil Jack aber vorher ein Kreuz in die Baumrinde geritzt hatte, saß der Teufel auch dieses Mal in der Falle.

Jack ließ ihn für das Versprechen frei, seine Seele für alle Zeiten in Frieden zu lassen. Die Jahre vergingen. Als Jack starb, bat er im Himmel um Einlass. Da er in seinem Leben nicht gerade ein braver Mann gewesen war, wurde er abgewiesen. Er wanderte zum Teufel in die Hölle.

Der aber hatte ja sein Ehrenwort gegeben, Jacks Seele in Frieden zu lassen, sodass Jack in der Zwischenwelt landete. Dort war es so dunkel und kalt, dass ihm der Teufel aus Mitleid etwas glühende Kohle aus dem Höllenfeuer schenkte. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe und nutzte sie als Laterne. Jedes Jahr vor Allerheiligen wanderte er fortan damit durch die Dunkelheit.

Wo wird am 31. Oktober gefeiert?

Viele Jahre später, vor ungefähr 150 Jahren, gab es in Irland eine große Hungersnot. Tausende von Menschen wanderten nach Nordamerika aus. Auch dort feierten sie, wie sie es immer getan hatten, das Halloween-Fest. So kam das Fest nach Amerika. Da es in der neuen Heimat allerdings keine Rüben gab, wurden Kürbisse genommen. Diese wurden ausgehöhlt, mit Fratzen verziert und vor die Häuser gestellt, um in der Nacht vor Allerheiligen die bösen Geister fernzuhalten. Und das tun sie bis heute.

Die geschnitzten Kürbisse sind also eigentlich die leuchtende Rüben von Jack, der vielleicht noch immer auf seinem rastlosen Weg umherwandert. Wer seine Rübe am 31. Oktober mitleuchten lassen will, kann dies mit Drinks und Party-Stimmung in folgenden Locations tun:

1. Im Chalet in der Nördlichen Hauptstraße in Rottach-Egern
Hier findet die größte Tegernseer Halloween-Party und gruseligste Nacht des Jahres statt. Verschiedene Specials werden an diesen monstermäßigen Abend angeboten. Ein Halloween-Kostüm ist erwünscht, aber keine Pflicht. Beginn ist um 21 Uhr. Eintritt ab 16 Jahre. Musik: Deejay AK und MC Jackson.

2. K1411 im Gut Kaltenbrunn in Gmund
Auch hier gibt’s Süßes und Saures: coole Drinks und Spicy Scary Pumpkin Food. Partybeginn ist um 19. Uhr. Musik macht der Grieche Nico. Ein Halloween-Kostüm ist erwünscht, aber ebenfalls keine Pflicht.


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