Tegernseerstimme
Banner Podcast Tal Stimmen
110

7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach

Corona-Newsticker für den Landkreis Miesbach
Die neuesten Nachrichten aus dem Tegernseer Tal. Der kostenlose Newsletter der Tegernseer Stimme täglich um 18 Uhr
Anzeige | Hier können Sie werben

Kurgarten Tegernsee: Stadt will keine Kompromisse mehr

Jetzt wehren sich die Anwohner

Von Nina Häußinger

Nachdem der Stadtrat in dieser Woche entschieden hat, keine weiteren Maßnahmen gegen Lärm und Schmutz im Kurgarten Tegernsee zu ergreifen, melden sich nun die Anwohner zu Wort. Sie fühlen sich missverstanden und scheinen nun auf sich alleine gestellt.

Immer wieder kommt es in Tegernsee zu Beschwerden wegen des Spielplatzes im Kurgarten.

Wie berichtet hat der Stadtrat sich erneut mit den Problemen rund um den neuen Spielplatz im Kurgarten von Tegernsee befasst. Einstimmig wurde beschlossen, dass man weitere Maßnahmen wie eine Verlegung von zwei Bahnen der Golfanlage oder eine Einzäunung des Geländes nicht ergreifen will, um gegen Verschmutzung und Lärmbelästigung vorzugehen. Nur über eine Abdeckung für den Sandkasten will man nachdenken.

Die Anwohner rund um das Gelände, die einige Veränderungen angeregt haben, fühlen sich nun missverstanden. Es sei nicht richtig, dass sie sich permanent beim Bürgermeister über den Spielplatz beschweren, betont ein Anwohner gegenüber der Tegernseer Stimme und erklärt weiter:

Das haben wir nur in Bezug auf den Lärm durch missbräuchliche Nutzung bis weit nach 20:00 Uhr, damit die Stadt Tegernsee als Eigentümer des Spielplatzes die Einhaltung der Spielplatzordnung garantiert.

Die Anwohner fragen sich weiter: “Bedeutet für jeden Stadtrat mit Belebung des Kurgartens auch, dass einheimische Anwohner sich nach 21:30 Uhr mit lautstarken Menschen auseinandersetzen müssen, die auf dem Spielplatz rumturnen oder Spielgolf-Schläge feiern? Das mögen um die Uhrzeit nicht viele sein, aber auch ein paar wenige können laut sein.”

Da aber nun im Stadtrat einstimmig entschieden wurde, hier keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen, sind die Anwohner dazu aufgefordert bei Lärmbelästigung die Polizei zu rufen oder das Problem selbst zu lösen.

Ursprünglicher Artikel vom 04. August 2021 mit der Überschrift: „Der Kurgarten ist kein Friedhof“

Seit Anfang November ist der neue Spielplatz im Tegernseer Kurgarten nun für alle Kids und Eltern geöffnet. Doch mit der Freude über die neue Freizeitmöglichkeit für Klein und Groß kam auch schnell der Ärger.

Erst beschwerten sich Passanten, dass die Corona-Maßnahmen auf dem Spielplatz nicht eingehalten werden. Häufig werden außerdem Flaschen zerschlagen, die Toiletten beschädigt und Müll hinterlassen. Auch Anwohner haben sich schon mehrfach bei Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) über den Lärmpegel beschwert. Der Stadtrat verhängte deshalb ein Alkoholverbot. Das gilt vorerst bis Ende dieses Jahres.

Weiterhin stehe man in engem Austausch mit den Anwohnern rund um den Kurgarten. Immer wieder tragen diese ihre Anliegen dem Bürgermeister vor. Der Ortsplanungsausschuss (OPA) hat sich jüngst erneut mit dem Thema befasst.

Die Mitglieder waren sich einig. Es gebe kaum Wohnhäuser in Tegernsee, die so ruhig liegen, wie die im Kurpark. Ziel der Stadt sei es gewesen den Kurgarten zu beleben und das sei nun auch gelungen.

Der Kurgarten sei kein Friedhof.

Eine geforderte Einzäunung der gesamten Kuranlage wird es jedenfalls nicht geben. Darüber war man sich auch gestern im Stadtrat einig. Prüfen will man eine Abdeckung für den Sandkasten, da dieser häufig durch Hunde und Füchse verschmutzt werde. Den Anwohnern selbst geht es laut eigenen Angaben in erster Linie um eine Einhaltung der Ruhezeiten ab 20 Uhr.

Anwohner hatten weiter eine Verlegung von zwei Bahnen der Spielgolfanlage gefordert. Dieses Anliegen wurde abgelehnt. Außerdem betont der OPA in einem Schreiben:

Die Anwohner wurden gehört und zum Teil auf ihre Forderungen eingegangen. Weitere Zugeständnisse sollten nicht mehr gemacht werden.


Unternehmen aus unserer Region

Aktuelle Jobangebote aus der Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt

Tegernseerstimme

Tegernseerstimme