TV-Sternchen als Tourismusmagnet

Die Dschungel-Doreen aus Dürnbach

Bistro-Königin aus Dürnbach Doreen Dietel ist seit letztem Freitag im Dschungel. Wird sie als gefeierte Dschungel-Königin zurück kehren? Egal wie es für sie läuft, der Ruhm wird lange für die tüchtige Thüringerin anhalten, da ist sich unser Kommentator sicher.

Doreen Dietel ist seit einer Woche im Dschungel – hier im Interview mit RTL / Screenshot www.rtl.de

Ein Kommentar von Martin Calsow:

Doreen Dietel – die Bistro-Königin aus Dürnbach hat einen Knaller gelandet. Statt im trist-verschneiten Januar griesgrämigen Touristen Café latte zu servieren, geht sie für uns ins Dschungelcamp. Das ist – natürlich – nur ein großer Spaß und hat nichts mit einer möglichen Sehnsucht nach Aufmerksamkeit zu tun. Vielmehr steckt ein ausgeklügelter PR-Plan dahinter. Was erwartet uns? Darf das Tal nach der TV-Karriere des schönsten Fischers des Tegernsees auf einen weiteren echten Promi-Star hoffen?

„Per aspera ad astra“ sagt der Finne, und unsere Leser wissen sofort: Das kann nur das Motto der vielfach begabten Bistrobesitzerin Doreen Dietel sein. Die junggebliebene 44-Jährige hat jahrelang als Schauspielerin der erfolgreichen BR-Vorabendserie „Dahoam is Dahoam“ reüssiert. Viele Fans vermissen sie noch immer in der anspruchsvollen Rolle der Trixi Preissinger. Aber der Tausendsassa aus Thüringen hatte nach zehn Jahren mit der hohen Kunst des Schauspiels vorerst abgeschlossen, um sich in der heißumkämpften Gastroszene Dürnbachs einen Namen zu machen.

Sie scheute keine Mühen

Für die licht- und kundenschwache Zeit des Januars ist ihr nun ein echter Coup gelungen. Sie hat einen der begehrten Plätze im TV-Event „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ ergattern können. Das lässt die Touristiker im Tal aufhorchen. Was, wenn sich die Mimin im fernen Australien gegen die harte Konkurrenz der C-Prominenz durchsetzt? Wird sie als gefeierte Dschungelkönigin ins Tal zurückkehren, um im gleißenden Licht der Kameraleuchten in ihrem Bistro eine Pressekonferenz zu ihren zukünftigen Lebensplanungen Auskunft zu geben? Könnte sich da am Eingang zum Tal ein neuer Hype entwickeln?

Lachen Sie ruhig! Auch Christoph von Preysing hat mal klein angefangen – falls man mit einem solchen Namen überhaupt klein sein kann. Aber hier ist kein Platz für Zynismus und Häme. Die Dietel ging den harten Weg, scheute keine Mühen, ließ sich sogar einst auf einer Party die Lippen aufspritzen. Wer hätte zu so einer Tat heute denn noch Mut? Sie kämpfte sich zurück ins Leben. Das wissen wir übrigens dank der örtlichen Heimatzeitung, die bei Doreen ganz nah dran ist: Danke dafür.

Der Ruhm wird lange anhalten

Und nun erwarten wir ab Anfang Februar Busse voller Fans, die den hartnäckigen Kampf ums Überleben der Doreen D. im TV nägelkauend verfolgt haben und die Märtyrerin der Maden vor Ort beim Servieren erleben wollen. Braucht es vielleicht einen News-Ticker, der die Kämpfe der Doreen im fernen Australien dokumentiert?

Egal wie es für sie läuft, der Ruhm dürfte lange für Dietel lange anhalten. Schon jetzt halten sich die lokalen Möbel- und Autohausgiganten für mögliche Autogrammstunden zwischen Gebrauchtwagen und Matratzenschnäppchen bereit. Wer sich so verbissen und nachhaltig seine Aufmerksamkeit erkämpft, der findet das Wohlwollen und niemals den Spott seiner Mitmenschen. Karrieren, wie sie auch das Tegernseer Tal schreiben kann.


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