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Der Landkreis Miesbach hat den Schwellenwert (7-Tage-Inzidenz über 100) überschritten.

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Mehrere Klassen und Kitas unter Quarantäne

Corona: Wer informiert Eltern betroffener Kinder?

Von Maxi Hartberger - Nina Häußinger

Im Landkreis Miesbach steigen die Corona-Zahlen wieder rasant an. Auch zahlreiche Kitas und Schulklassen sind betroffen. Einige Eltern sind verunsichert: Wer informiert mich denn überhaupt? Wann gelte ich und mein Kind als betroffen? Und was ist mit Geschwistern? Das Landratsamt schafft nun Klarheit.

Einige Kinder im Landkreis müssen wieder zu Hause bleiben.

Einige Schulklassen, teils sogar ganze Kindertageseinrichtungen im Landkreis Miesbach stehen unter Quarantäne. Betroffen sind Schulklassen des Gymnasiums Tegernsee, der Realschule Gmund und Realschule Holzkirchen, des Beruflichen Schulzentrums sowie Gruppen des Kindergartens ‚Kleine Strolche’ in Holzkirchen, des Betriebskindergartens ‚Lou’ der Papierfabrik Louisenthal in Gmund und der Evangelischen Kinderkrippe in Rottach.

So hieß es gestern seitens des Landratsamts Miesbach, dass alle Eltern der betroffenen Kinder bereits informiert wurden. Einige Eltern zeigen sich darüber nun irritiert, da sich das Gesundheitsamt nicht bei ihnen gemeldet hat. Wer also gilt denn als betroffen? Und wer ruft die Eltern in so einem Fall an?

Betroffene können auch von Schul- oder Kita-Leitung informiert werden

Pressesprecherin des Landratsamts Miesbach Sophie Stadler erklärt: „Das Gesundheitsamt informiert alle engen Kontaktpersonen und ordnet die Quarantäne an.“ Als enge Kontaktperson gelte automatisch, wer in derselben Klasse oder Gruppe ist. „Ein ganz wichtiger Aspekt bei diesen Telefonanrufen ist neben der Quarantäne-Anordnung, Fragen der engen Kontaktpersonen zu klären und eventuelle Ängste zu nehmen.“

Bei Schulen und Kindergärten arbeiten die Leitungen und das Gesundheitsamt sehr eng zusammen und stimmen die Information der Eltern ab. „Das hat bisher in allen Fällen sehr gut funktioniert“, so Stadler. Es kann also auch sein, dass die Einrichtungsleitung die Eltern über den positiven Fall zuerst informiert – und nicht das Gesundheitsamt.

Wer ordnet die Quarantäne an?

Positive Fälle in Schulen oder Kindertageseinrichtungen stellen das „Contact Tracing Team“ des Gesundheitsamts vor enorme Herausforderungen, weil jedes positive Kind sofort Dutzende andere Kinder hat, die als enge Kontaktpersonen zählen, weil sie mit ihm in der Gruppe sind – und dann sind die privaten Kontakte noch gar nicht miteingerechnet. „Das Gesundheitsamt ist also sehr dankbar, dass die Einrichtungsleitungen das Gesundheitsamt entlasten, indem sie Eltern informieren.“ Stadler betont aber:

Quarantäne anordnen – bei den Fällen, wo es nötig ist – kann aber nur das Gesundheitsamt.

Schüler anderer Klassen der betroffenen Schulen bzw. Kinder aus anderen Kindergartengruppen können ohne Sorge weiterhin die Einrichtung besuchen.

Was ist mit Geschwistern?

„Uns erreichen viele Anrufe besorgter Eltern, ob Geschwisterkinder wegen KiTa- bzw. Klassenschließungen weiter in andere Klassen bzw. KiTas gehen dürfen“, so Stadler. Bei einem Indexfall wird die gesamte betroffene Klasse als KP1 eingestuft und muss automatisch 14 Tage in Quarantäne. „Geschwisterkinder von Kontaktpersonen (KP 1) dürfen weiter ihre entsprechenden Einrichtung besuchen. Falls sich in der Familie ein positives Testergebnis ergibt, ändert sich das natürlich“, stellt Stadler klar.

Zur Entlastung des Gesundheitsamtes und der Schulleitungen werden alle (nicht-betroffenen) Eltern weiterhin gebeten, von vorsorglichen Anrufen abzusehen. „Eltern können aber versichert sein: Sollten weitere Klassen/Gruppen betroffen sein, werden Gesundheitsamt und Einrichtungsleitungen die jeweiligen Kinder und Eltern unverzüglich informieren“, erklärt die Sprecherin abschließend.

Ursprünglicher Artikel vom 20. Oktober 2020 mit der Überschrift: „Die Lage ist “gelb” im Landkreis Miesbach“

Die Corona-Lage im Landkreis im Überblick:

  • Landkreis weiter über Signalwert
  • Corona-Einschränkungen bleiben unverändert bestehen
  • Mehrere Schulklassen und Gruppen in Kindertageseinrichtungen unter Quarantäne

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Miesbach weiter über dem Signalwert von 35. Damit gelten die aus der Corona-Ampel abgeleiteten Einschränkungen unverändert weiter. Einige Schulklassen und Gruppen in Kindertageseinrichtungen mussten nach positiven Befunden von Mitschülern oder Mitarbeitern unter Quarantäne gestellt werden: Gymnasium Tegernsee. Realschule Gmund und Realschule Holzkirchen, Berufliches Schulzentrum sowie Kindergarten Kleine Strolche Holzkirchen, Betriebskindergarten Lou der Papierfabrik Louisenthal und Evangelische Kinderkrippe Rottach-Egern.

Nicht anrufen!

Für alle engen Kontaktpersonen, beispielsweise Mitschüler, Klassenlehrer oder Gruppenmitglieder, wurde Quarantäne angeordnet. „Alle Eltern der betroffenen Kinder wurden bereits informiert und das weitere Vorgehen wurde besprochen“, sagt die Pressesprecherin des Landratsamts Sophie Stadler.

Eltern, die bisher nicht kontaktiert wurden, können also davon ausgehen, dass sie nicht betroffen sind. Zur Entlastung von Gesundheitsamt und der Schulleitungen soll von Rückfragen abgesehen werden.

Aktuell steht die Ampel im Landkeis auf gelb – Stand: 20.10.2020 / Quelle: Landratsamt Miesbach


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