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Am Oskar-von-Miller-Platz geht's vorwärts

Erst fingierte Baustelle, später Blumen

Von Nicole Kleim

Zugunsten eines attraktiveren Ortsbildes und der Sicherheit, wurden die Parkplätze am Oskar-von-Miller-Platz aufgelöst. Trotz Gegenwehr der Gewerbetreibenden. Jetzt hat die Marktgemeinde ihr Konzept präsentiert.

Der Oskar-von-Miller-Platz früher – als es noch Parkplätze gab. Archivbild: Anja Gevers

Parfümerie-Geschäftsführer Peter Wiedemann wollte die Auflösung der beiden Parkplätze am Oskar-von-Miller-Platz in Holzkirchen im September 2017 noch verhindern, aber die Marktgemeinde hatte mit der Fläche andere Pläne. Im Rahmen des „Orts- und Mobilitätsentwicklungskonzepts“ sollte der Platz an der Ecke Simode, Trauerhilfe Denk und Body Street neu gestaltet werden.

Immer wieder wurde die unübersichtliche Situation für Ein- und Ausparker an dieser Stelle diskutiert. Wie berichtet hatten die Gewerbetreibenden, darunter das Modegeschäft Simode, die Trauer Hilfe Denk, Cose Cosi, Body Street, Dresscode, Immobilienteam und Hellinet, gegen die Auflösung schriftlich protestiert.

Neue Beleuchtung, mehr Pflanzen und skulpturale Sitzelemente

Doch um ihr Ortsbild attraktiver werden zu lassen, entschied sich die Marktgemeinde, den Oskar-von-Miller-Platz neu zu gestalten. Im ersten Schritt wurden die Parkplatzmarkierungen sowie die Litfaßsäule entfernt. Die Gemeindeverwaltung wollte zudem weitere Ideen entwickeln und mit ansässigen Gewerbetreibenden über die Neugestaltung diskutieren.

Angedacht war, den Platz mithilfe einer neuen Beleuchtung, Bepflanzung oder einer Skulptur zu gestalten. Die alten Fahrradständer sollen entfernt und durch Fahrradanlehnbügel ersetzt werden. Jetzt ist das ausgearbeitete Konzept den gemeindlichen Jugend-, Senioren-, und Behinderten-Beauftragten, den umliegenden Einzelhändlern und den Vertretern der Gemeinderats-Fraktionen am 11. April im Rathaus präsentiert worden.

„Auch wenn der Platz sehr klein ist, sehen wir in der Fläche eine besondere Bedeutung“, erläuterte Bürgermeister Olaf von Löwis (CSU). Angesichts der beschränkten Maße mussten Ideen, wie etwa die eines kleinen Brunnens, verworfen werden. Da der Platz für einen längeren Aufenthalt nur bedingt geeignet sei, so Manuela Skorka vom Planungsbüro Skorka, läge der Schwerpunkt der Umgestaltung deshalb auf einer optischen Aufwertung.

Fingierte Baustelle zum Schutz vor Parkern

Neben dem Ausbau an Fahrradstellplätzen und Sitzgelegenheiten in Form von skulpturalen Elementen sind Maßnahmen geplant, die ohne größere bauliche Veränderungen auf die vorhandene Fläche aufgebracht und auch wieder entfernt werden können. „Wir setzen ganz bewusst auf temporäre und damit flexible Lösungen, um einer zukünftigen Gesamtplanung für die zentralen Lagen nicht vorzugreifen.“ so der Bürgermeister.

Große Sträucher in Pflanzgefäßen, sogenannte Felsenbirnen, sollen den Platz verschönern. Der Vorteil an der Felsenbirne läge im lichten Laub und im schirmartigen Wuchs, sagen die Verantwortlichen. Die Sicht zu den Geschäften werde dadurch nicht versperrt. Um den platzartigen Charakter mehr in den Vordergrund zu rücken, werde zusätzlich ein farbiges Muster am Boden angebracht und als Gestaltungselement in die Planung eingebunden.

Hierfür seien mehrere lokale Künstler und Grafikagenturen aufgerufen worden, Vorschläge zur Bodengestaltung am Oskar-von-Miller-Platz einzureichen. Bei der Vorstellung des Konzepts entschieden sich die Beteiligten für die Gestaltungsvariante des Holzkirchner Künstlers Horst Hermenau und seiner Kunstschülerinnen des Gymnasiums Hohenburg. Aktuell blockiert eine „fingierte Baustelle“ die Fläche am Oskar-von-Miller-Platz. Wie die Marktgemeinde angibt, sollen so Parkwillige ferngehalten werden.


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