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Zebrastreifen sind keine nette Empfehlung

Gefahrenstelle mit Traumkulisse

Von Simon Haslauer

Sich Zebrastreifen langsam nähern hat man vielleicht einmal gelernt. Als Autofahrer sollte man das wissen. Als Fußgänger muss man es wissen, ein falscher Schritt und der Mercedesstern klebt einem am Kopf. Vorausschauend fahren? Fehlanzeige.

Ein Kommentar von Simon Haslauer:

Irgendein Auto kommt immer. Und wenn die Blechlawine ins Rollen kommt, dann wird der Klumpfuß gefälligst auch auf’s Gas gestellt. Fußgängerübergänge, oder wie der Zoologe sagt, “Zebrastreifen”, sind dabei kein Hindernis. Kinderwägen sind aerodynamisch und Rollatoren erreichen immerhin eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu drei km/h – muss zum Ausweichen reichen. Sich langsam einem Zebrastreifen nähern? Welch Absurdität!

Zugegeben, Unfälle an Zebrastreifen sind eine echte Seltenheit, wenn sie richtig angelegt werden. Die Furcht vor Nichtanhaltern aber nicht. Denken Sie nur einmal an den Zebrastreifen in Gmund kurz nach dem Bahnhof. Hand hoch, wer dort schon fast überfahren wurde.

Was spricht denn nun für Zebrastreifen?

Gar nicht so viel. Sie täuschen Sicherheit nur vor, sind zu abhängig von zu vielen Faktoren und dann bräuchte man sogar nicht-geisteskranke Autofahrer. Das Straßenbauamt Rosenheim hat sich sogar dazu entschieden, keine Zebrastreifen mehr zu verlegen! Doch Hoffnung glimmt am Horizont.

Rot. Weiß. Steht gerne in der Kritik. Nein, nicht die. Gemeint ist das sagenumwobene Straßenschild mit der 30.

Niemals Verursacher sein

Über diesen Satz dürfen sich nun einige den Kopf zerbrechen. Ich soll langsamer fahren, damit andere weniger Angst haben? Möchte ich auf etwas verzichten, um einen Teil meiner Mitmenschen damit zu helfen? Ist das vielleicht schon Diskriminierung? Was wäre ein guter Hashtag für diese ungerechte Ungerechtigkeit? Fragen über Fragen. Beantworten können Sie sie nur selbst. Aber Bedenken Sie: die Autowaschanlage wäscht keine Schande ab.


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