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Nach dem bisherigen Standort-Desaster

Gmunder Bikepark soll nach Ostin ziehen

Von Sabiene Hemkes

Die Kinder und Jugendlichen in Gmund wünschen sich einen Bikepark. Doch nicht nur einige Gemeinderäte, sondern auch zahlreiche Anwohner stellten sich quer. Sie hatten Angst, die Jugendlichen wären zu laut. Nun scheint endlich ein geeigneter Standort gefunden zu sein. Jetzt liegt es nur noch an den Behörden …

Ist mit der Oedberg-Anlage in Ostin endlich der geeignete Standort für einen Bikepark gefunden? / Quelle re.: oedberg.de

Seit Oktober 2020 kämpfen die zwei Gmunder Familienväter Ralf Jirgens und Simon Englhart für einen Bikepark für die Kinder und Jugendlichen ihrer Gemeinde. Wunsch war es, den Bikepark auf der 20 mal 150 Meter großen, landwirtschaftlich genutzten Wiese im Anschluss an den Skater- und Eisplatz in Finsterwald zu realisieren.

Doch nicht nur die Hälfte des Gmunder Gemeinderats stellte sich quer, auch einige Anwohner protestieren gegen das Jugend-Projekt aus Angst vor zu viel Lärm. Eine Alternative musste her. Die Initiatoren fassten den Fußballplatz an der Kreuzstraße ins Auge, den die Gemeinde gepachtet hat. Obwohl sich noch immer einige Gmunder Gemeinderäte gegen den Bikepark aussprachen, sah es zunächst gut aus – denn die Gemeinde Waakirchen wollte sich an dem Bikepark beteiligen (wir berichteten).

Aller guten Dinge sind drei…

Doch auch hier schien es wieder Probleme zu geben. Nun melden sich die Initiatoren erneut zu Wort – mit einem dritten Standort. Weil sich Martina Haslauer nicht traute, ihren Kindern zu sagen, dass es mit dem Bikepark an der Kreuzstraße doch nicht klappt, wurde die Landschaftsplanerin und Unterstützerin des Projekts aktiv.

Bei einer Begehung vor zwei Wochen war sich die „Neue Bike Crew“ um Grundeigentümer Toni Haslauer, seiner Frau Maria, Pächter und Oedberg-Betreiber Georg Reisberger und den beiden Initiatoren Simon Engelhart und Ralf Jirgens schnell einig. Die Wiese östlich der Freizeitanlage Ostin soll das neue Zuhause des Bikeparks werden.

Gmunds Bürgermeister Alfons Besel signalisierte für den Standort am Oedberg seine volle Unterstützung. Auch wenn er bedauert, dass die ursprüngliche Planung, den Bikepark als Vereinsgelände zu betreiben, nun leider vom Tisch ist. „Es wäre für die neu gegründete Vereinssparte „Bike Crew“ nicht möglich gewesen, einen attraktiven Park zu bauen und diesen langfristig und finanziell unabhängig zu betreiben“, sagt Engelhart.

Nach Rodelbahn und Kletterwald nun auch Bikepark

Am Oedberg sehen sich die neuen und ursprünglichen Initiatoren nun endlich auf der Zielgeraden, einen Bikepark für die Region zu schaffen. Sowohl der Eigentümer der Wiese – Toni Haslauer – als auch der Betreiber der Oedberg GmbH stehen voll hinter dem Projekt. Georg Reisberger freut sich auf das neueste Projekt in Ostin:

Ich denke, das ist der ideale Standort. Und dank der Unterstützung der Gemeinde bekommen unsere Kinder ein super Gelände um ihren Sport auszuüben.

Für Reisberger sicherlich ein Gewinn: Er sieht in dem Bikepark die ideale Ergänzung zum schon bestehenden Freizeitangebot am Oedberg.

Neuer “Spot für Kinder, Jugendliche und Familien”

Natürlich steht jetzt aber erst einmal der Gang durch die Gremien an. Ralf Jirgens und seine Mitstreiter sind jedoch voller Hoffnung, dass eine schnelle Entscheidung seitens der involvierten Behörden folgen wird und man schon bald mit den notwendigen Bauarbeiten loslegen kann: „Einige unserer Spender stehen auch für die Anlage in Ostin zu ihrem Wort.“

Auch Maria Haslauer freut sich, dass es nun doch weitergeht. Ziel sei es, in Ostin einen “Spot für Kinder, Jugendliche und Familien” zu schaffen. „Die Herausforderung wird sein, Tracks zu bauen, die für die ganz Kleinen mit Laufrädern, Kindern mit ihren Bikes und Jugendlichen mit höheren Ansprüchen und Können geeignet sind“, meint Haslauer und ergänzt augenzwinkernd, „aber nach über einem Jahr sind wir da alle gut im Thema!“

Am 27.07.2021 tagt der Gmunder Bauauschuss. Dann wird man, sehen ob der Optimismus der “Neuen Bike Crew” den Gmunder Gemeinderäten Stand hält.


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