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Am Gmunder Stachus: Vorfahrtspfeil ist weg

Grüner wird’s nicht mehr für Rechtsabbieger

Von Nicole Kleim

Im Juli war am Gmunder Stachus über Nacht die Verkehrsführung geändert worden. Fortan brauchten Rechtsabbieger Geduld. Sie befanden sich nun mit den Geradeausfahrern auf einer Spur. Aber das führte erneut zu Verwirrung.

Grüner wird’s nicht mehr für Rechtssabbieger – der Vorfahrtspfeil ist weg. / Foto: Nicole Kleim

Wer mit dem Auto aus Bad Wiessee kommt und geradeaus nach Louisenthal fahren will, muss am Gmunder Stachus eine Ampel passieren. Bis Juli dieses Jahres war es so, dass sich Geradeausfahrer und Linksabbieger auf der linken Fahrbahnspur einzuordnen hatten. Die rechte Fahrbahnspur war allein Rechtsabbiegern vorbehalten, denen ein grüner Pfeil das Abbiegen nach rechts trotz roter Ampel erlaubte.

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Auf einmal war es umgekehrt. Über Nacht wurde die Verkehrsführung dahingehend geändert, dass auf der linken Fahrbahnspur jetzt nur noch nach links – und nicht mehr geradeaus – und auf der rechten sowohl nach rechts als auch geradeaus gefahren werden konnte. Das führte zunächst einmal zu Verwirrung bei den Autofahrern, die es ja bislang anders gewohnt waren. „Ich dachte schon, ich bin blöd“, war von dem ein oder anderen zu hören (wir berichteten).

Der grüne Pfeil ist überflüssig

Zur Verwirrung kam Verdruss hinzu. Diejenigen, die bisher ungehemmt nach rechts in Richtung Tegernsee abbiegen konnten, aber Autofahrer vor sich hatten, die geradeaus in Richtung Louisenthal fahren wollen, mussten nun warten, bis die Ampel „grün“ anzeigte. Die Folge: Der Verkehrsfluss stockte.

Matthias Geitz, Abteilungsleiter beim Straßenbauamt Rosenheim begründete diese Maßnahme damals damit, dass die Kreuzung B303/B318 ein Unfallknotenpunkt sei. Da es an dieser Stelle in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen gekommen sei zwischen Geradeausfahrern in Richtung Louisenthal (Mangfallstraße) und Linkseinbiegern aus Louisenthal (Richtung Tegernsee, habe man sich in Abstimmung mit der Polizei und dem Landratsamt Miesbach zu dieser Maßnahme entschieden.

So sah es am Gmunder Stachus aus, bevor der Pfeil abgehängt wurde. Wer früher geradeaus fahren wollte, musste sich links einordnen – jetzt geht das nur noch auf der rechten Fahrbahn. / Foto: N. Kleim

Damit kehre man am Gmunder Stachus wieder zur ursprünglichen Regelung zurück, und der dominierende Abbiegestrom nach Norden werde wieder etwas entlastet. „Die Einbieger haben einfach nicht mit den Geradeausfahrern von dieser Spur gerechnet“, so Geitz damals. Aufgrund der vergleichsweise geringen Anzahl an Geradeausfahrern habe man deshalb in Kauf genommen, dass der rechte Fahrstreifen von Geradeausfahrern blockiert werde. Zwar hatte man schon damals über eine Entfernung des grünen Signals diskutiert, wollte aber noch die Praxis abwarten.

Für Rechtsabbieger wird’s nicht grüner

Inzwischen sind gut drei Monate vergangen. Die Irritationen bei den Autofahrern sind geblieben. Aufgrund der gemeinsamen Spur für Geradeaus- und Rechtsfahrer, die sich mit unterschiedlichen Signalen konfrontiert sehen, haben einige Autofahrer ihrem Ärger in den letzten Monaten immer wieder durch Hupen Luft gemacht. Denn wenn Rechtsabbieger eigentlich hätten fahren können – schließlich galt für sie der grüne Pfeil – stand vor ihnen bestimmt ein Geradeausfahrer vor einer roten Ampel.

Nun haben das Straßenbauamt Rosenheim, das Landratsamt und die Polizei beschlossen, den Rechtsabbiegepfeil wieder abzunehmen. Das teilt Matthias Geitz auf Nachfrage mit. Bis zur endgültigen Abnahme wurde er abgedeckt. Jetzt soll das Signalprogramm angepasst werden. Geitz:

Die grundlegende Spuraufteilung und der Signalablauf, die im ersten Halbjahr diesen Jahres aufgrund der Unfallsituation eingerichtet wurden, bleiben jedoch bestehen. Daher sind die Änderungen an der Anlage eher gering.

Ob es seit der Änderung aufgrund einer falschen Einfahrt in die Kreuzung – insbesondere in Verbindung mit dem Rechtsabbiegepfeil – bisher zu einem Unfall kam, entziehe sich seiner Kenntnis. Rechtsabbieger müssen nun auf das Ampelsignal warten. Grüner wird’s für sie nicht mehr.


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