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Hochwasser am Tegernsee: Der Tag danach

Von Maxi Hartberger

Zwei Tage Dauerregen machten dem Tal zu schaffen. An etlichen Stellen ist der Tegernsee über die Ufer getreten, Keller mussten ausgepumpt werden und die Behörden waren in Alarmbereitschaft. Wir haben die Auswirkungen am Tag danach in Bildern festgehalten.

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Sieht man jetzt so aus dem Fenster, ist es kaum vorstellbar, dass es die vergangenen Tage ununterbrochen geregnet hat. Und das nicht gerade wenig. Spaziert man allerdings entlang der Gewässer, wird das Ausmaß deutlich. Noch immer liegen Dreck und Holz an den Uferpromenaden. Etliche Wiesen gleichen weiterhin einem kleinen See. Und kleine Bäche rauschen noch immer wie reißende Flüsse.

Die Katastrophe blieb aus

Allein am Dienstag stieg der Pegel des Tegernsees im Durchschnitt um drei bis vier Zentimeter pro Stunde, etliche Seeufer waren überflutet und voller Schwemmholz. Allein in Schaftlach fielen im Zeitraum von Sonntagabend bis Mittwochfrüh knapp 140 Liter Regen auf den Quadratmeter. In Kreuth waren es 126. Seit gestern hat sich die Lage allerdings wieder deutlich entspannt.

Dennoch rechneten die Behörden zwischenzeitlich mit einem weiteren Hochwasser am Tegernsee. Glücklicherweise war der Landkreis Miesbach dann doch „weit weniger betroffen, als es die ursprünglichen Wetterprognosen und Hochwasserwarnungen vermuten ließen“, so Sophie Stadler, Pressesprecherin des Landratsamts Miesbach. „Trotzdem war es wichtig, dass einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.“

Als Katastrophenschutzbehörde wollen wir schließlich agieren und nicht nur reagieren.

So wurden laut Stadler unter anderem etliche Sandsäcke befüllt, „um nicht von schnell steigenden Pegeln überrascht zu werden.“ Knapp 200 Helfer waren in den vergangenen Tagen im Einsatz. Und dennoch blieben nicht alle Haushalte verschont. „15 Keller mussten ausgepumpt werden, eine Straße wurde komplett überflutet.“ Aktuell hat der Tegernsee die Meldestufe Zwei wieder unterschritten und liegt laut Hochwassernachrichtendienst Bayern mit 726,44 m NN wieder bei der ersten Meldestufe – knapp einen Meter über dem Normalzustand.

„Die Hochwasserlage entspannt sich“, bestätigt auch Stadler. „Allerdings liegt in den Bergen immer noch viel Schnee. Bleibt abzuwarten, wann und wie das Schmelzwasser dann Richtung Tal kommt. Das kann man noch kaum einschätzen.“ Bis der See also wieder in seinen Normalzustand ‘schrumpft’, dürfte es noch ein wenig dauern.

Hier noch weitere Eindrücke vom Tag danach: 

Der Wasserstand des Tegernsees ist immer noch im Bereich der Meldestufe 1 – hier: Brücke in Seeglas. / Quelle: Niklas Kramer
Auch einige Bäume stehen noch unter Wasser. / Quelle: Niklas Kramer
Die Bänke in Seeglas in Gmund sind ebenfalls noch überschwemmt. / Quelle: Niklas Kramer
Der Rottacher Kurgarten steht immer noch unter Wasser. / Quelle: Nina Häußinger
Dort reicht der See bis zu den Spazierwegen. / Quelle: Nina Häußinger
An die Rottacher Popperwiese wurde vor allem viel Schwemmholz gespült. / Quelle: Nina Häußinger
Und am Fischerei Bistro in Bad Wiessee hat sich ein neuer, kleiner See gebildet. / Quelle: Nina Häußinger

 

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