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Silvester soll's leiser werden

Keine Böllerei im Tegernseer Tal

Von Laetitia Schwende

Die zahlreichen Feuerwerke am Tegernsee sind belastend für Tiere und Umwelt. Eine vollständige Abschaffung der Böllerei wird nicht möglich sein, doch wie auch in vorherigen Jahren, rufen die Tal-Bürgermeister zu einem Kompromiss in der Silvesternacht auf.

Silvester geht auch ohne Feuerwerk.

Nicht mehr lange, dann steht der Jahreswechsel vor der Tür. Was für viele ganz selbstverständlich zu Silvester gehört, ist anderen ein Dorn im Auge. Die traditionellen Feuerwerke am Silvesterabend habe im Tal bereits in den letzten Jahren für Diskussionen gesorgt.

“Keine Ökoregion, sondern der Ballermann”

Zuletzt hatte ein Mitglied einer Initiative gegen Feuerwerk im Sommer 2019 in wütenden Emails seine Haltung zum „kommerziellen Geballer“ kundgetan. Sabine Anders aus Bad Wiessee bezeichnete das Tegernseer Tal damals „nicht mehr als viel gelobte Ökoregion”, sondern war sich sicher “am Ballermann“ zu leben. Abgesehen von der Lärmbelästigung im Allgemeinen, nannte sie auch alle weiteren gängigen Argumente, die gegen das Abfeuern von Feuerwerkskörpern sprechen: Die Feinstaubbelastung, der Müll und natürlich die Lärmbelästigung und Störung vieler heimischer Arten.

Kreuth als Vorreiter gegen Feuerwerke im Tal

Mit ihrer Meinung ist sie nicht alleine, denn auch die Schutzgemeinschaft und viele weitere Bürger hatten sich schon länger gegen die Ballerei eingesetzt. Wegen einiger rechtlicher Grundlagen sind den Bürgermeistern aber zumindest im Bezug auf die kommerziellen Diamantfeuerwerke die Hände gebunden. Allerdings entschied sich Kreuth bereits vor einigen Jahren es einem kleinen Bergsteigerdorf namens Ramsau gleichzutun. Dieses verzichtet schon seit 2016 auf ein Feuerwerk und bietet stattdessen stille Alternativprogramme. In Kreuth fand als Ersatzprogramm im letzten Jahr eine Laserlichtshow statt.

Bürgermeister und TTT rufen zum Verzicht auf Feuerwerke auf

Seit 2019 haben sich auch alle anderen Talgemeinden auf dieses Konzept verständigt. Gemeinsam mit der TTT rufen die Gemeinden also auch in diesem Jahr wieder Gastronomie, Hotels und Private offiziell zum Verzicht auf die Silvesterknallerei auf. Bürgermeister und TTT würden sich nach eigenen Angaben freuen, wenn möglichst viele dieser Aufforderung nachkämen und betonen:


Mit dem Verzicht auf Silvesterfeuerwerk und Böller wollen wir unserer Umwelt und den in unserer Natur freilebenden Tieren sowie sämtlichen Haustieren und allen Tieren, die bei uns in der Landwirtschaft gehalten werden, etwas Gutes tun. Zudem können wir dadurch unnötige Feinstaub- und erhebliche Lärmbelastungen vermeiden.

Unter dem Motto „feiern statt feuern“ soll die Silvesternacht begangen werden. Durch die Corona-Pandemie dürften die Feiern in diesem Jahr ohnehin nur im kleinen Kreis stattfinden.


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