Neue Bäume für Tegernseer Höhenweg

Kirche macht Kahlschlag wieder gut

Am Höhenweg zwischen Tegernsee und Gmund wurden im letzten Jahr sehr viele Bäume gefällt. Vor allem die Naturschützer waren entsetzt. Jetzt hat die Kirche als Eigentümerin gute Nachrichten.

Zahlreiche Bäume und Sträucher wurden hier gepflanzt / Quelle: Norbert Schußmann

Ende November 2019 wurde am Höhenweg zwischen Tegernsee und Gmund ein Hektar Wald gefällt. Dies sei eine notwendige Maßnahme gewesen, erklärte damals der Geschäftsleiter des Tegernseer Rathauses, Hans Staudacher. Eine Maßnahme zum einen gegen Käferbefall, zum anderen um die Verkehrssicherheit zu gewähren.

Der Aufschrei war groß: Die Schutzgemeinschaft Tegernsee (SGT) nahm den Kahlschlag als radikal wahr. Man hatte wenig Verständnis für die Fällung der hohen Bäume am Höhenweg. Das gut 12.000 Quadratmeter große Grundstück gehört der Katholischen Kirchenstiftung Tegernsee. Das Erzbischöflichen Ordinariat hat es gepachtet. Schon im Juli habe die Tegernseer Kirchenverwaltung der Fällung zugestimmt.

Zuvor seien Fachleute im Ordinariat zum Ergebnis gekommen, dass der Bestand teilweise vom Borkenkäfer befallen, aber insgesamt erntereif sei. Außerdem hatte der Wald wohl einen großen Anteil an Totholz. Beim gefällten Waldstück handelt es sich zudem um einen Wirtschaftswald. Kirchenpfleger und ehemaliger CSU-Stadtrat Norbert Schußmann hat jetzt Nachrichten, die die SGT freuen dürfte. Der Wald wurde wieder aufgeforstet. Er erklärt:

Wir haben über 1.100 Bäume und 250 Sträucher gepflanzt.

Bäume wurden Rotbuchen, Lärchen und Weißtannen gepflanzt. Außerdem Vogelkirchen und Wildapfel. Bei den Sträuchern hat man Schlehdorn, Weißdorn und Holunder und weitere Variationen angesetzt.

Die Sträucher sind dabei weiter im Süden am Rand der angrenzenden Wohnbebauung gepflanzt worden. Die großen Bäume dann weiter oben. „Nun dauert es eine Zeit, bis sie groß und stark sind“, weiß Schußmann.

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