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Neues Restaurant in der Büttenpapierfabrik

Kohler eröffnet „abgefahrenes“ Fabriklokal

Vor dem Krieg ein Stall, dann ein Zellstofflager und Registratur – ab heute ein Restaurant. Papierfabrik-Chef Florian Kohler eröffnete heute sein Lokal ‚Mangfallblau‘ und ist sich sicher, damit einen Trend zu setzen.

Das neue Restaurant in der Büttenpapierfabrik heißt ‘Mangfallblau’. © Nicole Posztos

Bereits im März 2016 genehmigte die Gemeinde Gmund das neueste Vorhaben von Florian Kohler auf dem Gelände der Büttenpapierfabrik (wir berichteten). Dort, wo vor dem Krieg die Stallungen und später ein Lager war, soll auf 200 Quadratmetern ein Treffpunkt für Gäste und Einheimische entstehen. Dazu gehört auch ein eigenes Fabrikrestaurant.

Rohbau oder Loft-Design?

‚Mangfallblau‘ heißt das neue Lokal in Gmund – passend zum Fluss, an dem das Unternehmen seit der Gründung 1829 liegt, und zu den Farbpaletten der Papiere. Für Kohler selbst steht dieser Name und der Industrie-Stil des Restaurants für das – wie er es nennt – „ältestes Start-up der Welt“. Dem Merkur gegenüber erklärte er: „Wir sind ganz alt, aber die design-verrückteste Papierfabrik der Welt.“ Als die einzig private Design-Papierfabrik Europas sei man eben anders drauf.

Und das soll sich auch in dem Lokal widerspiegeln. An der Decke hängen Rohre, Kabel und Lüftungstechnik. Risse durchziehen den teils abgebröckelten und fleckigen Putz, Bleistiftlinien und Markierungen der Handwerker zieren die Wände. Was für manche vielleicht eher wie ein Rohbau wirkt, ist für Kohler ein „abgefahrenes, cooles Design“ im New Yorker Loft-Stil. Passend dazu stehen Tische aus geräucherter Eiche und original Theater-Stühle aus den 20er Jahren im Raum. Kohler zeigte sich bei der heutigen Eröffnungsfeier zufrieden:

Wir lieben die Veränderung, Trends, Umweltschutz und Natürlichkeit.

Entwickelt hat Kohler das Konzept für sein Lokal gemeinsam mit dem US-Designer Steve Tolleson und seiner Marketing-Expertin Alexa Steinke. Ein weiteres Highlight neben dem Interieur soll das sogenannte „White Lab“ darstellen. In diesem durch raumhohe Fenster abgeschlossenen Raum mitten im Restaurant hängt ein skizziertes Modell der Papierproduktion an der Wand. „Durch in Deutschland bislang einmalige Technik setzt sich die Maschine in Bewegung und zeigt dem interessierten Besucher den Weg vom Zellstoff zum Exportschlager ‚Gmund Papier‘.“ Kohler wünscht sich für sein Restaurant, dass es sich zur einer „Kreativ-Werkstatt und zugleich Design-Zentrum“ entwickelt.

Deshalb sollen hier unter der Woche in erster Linie kluge Köpfe beim Frühstück oder Mittagessen zusammen sitzen und ‚brainstormen‘. Auch als Mitarbeiter-Kantine dient das Lokal. Freitag von 15 bis 21 Uhr, Samstag und Sonntag schon ab 9 Uhr, kann dann jeder kommen – vom Tourist oder Radfahrer bis hin zu Geschäftsleuten und Besuchergruppen. Auf der Speisekarte stehen in erster Linie lokale und hausgemachte Produkte wie geräucherte Forelle, verschiedene Brotaufstriche oder auch die ‘Mangfallnudeln’. „Wir setzen den Trend“, ist sich Kohler sicher.

Weitere Eindrücke von der Eröffnung:

Auch Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider und Gmunds Bürgermeister Alfons Besel waren bei der Eröffnung. © Nicole Posztos
© Nicole Posztos
© Nicole Posztos
© Nicole Posztos
© Nicole Posztos
© Nicole Posztos
© Nicole Posztos

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