Eigentümerin in Bad Wiessee stellt klar

Kündigung erfolgte durch Netto

Um Gerüchten vorzubeugen, dem Netto-Discounter in Bad Wiessee sei von der Eigentümerin des Gebäudes an der Rathausstraße gekündigt worden, meldete sich nun ihr Mann zu Wort.

Netto hat den Pachtvertrag in Bad Wiessee beendet – nicht die Eigentümerin / Quelle: Klaus Wiendl

Wie berichtet, wurde das Ende der Wiesseer Netto-Filiale um ein halbes Jahr verschoben. Ursprünglich sollte Ende dieses Jahres Schluss sein, doch es wurde eine Vertragsverlängerung zwischen Netto und der Eigentümerin Lilian Imhof-Müller bis 30. Juni vereinbart. Jedoch besiegelte das Aus für Netto nicht die Vermieterin, sondern der Discounter selbst, wie nun Ehemann Richard Müller der Tegernseer Stimme bestätigt.

„Wir haben im Januar 2019 ein Kündigungsschreiben von Netto bekommen, damit wäre der Pachtvertrag mit allen Optionen für die Filiale in diesem Jahr ausgelaufen“. Des Weiteren sei eine zusätzliche Kündigung von Netto als Bestätigung eingegangen. Im Sommer seien dann die Gerüchte entstanden, wie es mit Netto weitergehen würde. Was aus dem Discounter wird, machte schnell die Runde, zumal es in der Ortsmitte nur einen Vollversorger gebe. Edeka mit seinen beiden Filialen an den Ortsenden sei für manche Wiesseer schwierig zu erreichen.

Netto wollte Pachtverlängerung

Deshalb war man froh um die Einkaufsmöglichkeit im Ortskern. Doch Ende des Jahres sollte es diese nach dem Entschluss des Edeka-Tochterunternehmens Netto nicht mehr geben. Aber in der Konzernzentrale reifte offenbar der Plan einer Verlängerung des Pachtvertrages über den Jahreswechsel hinaus. Denn laut Müller sei seine Frau angefragt worden, ob die Filiale etwa bis Februar bestehen könne, um das Weihnachtsgeschäft noch mitnehmen zu können.

Doch Eigentümerin Imhof hätte Netto entgegnet, dies nicht „für zwei Monate machen zu wollen, da dies zu kurzfristig sei“. Möglich aber wäre eine Vertragsverlängerung bis 30. Juni. Dies ist laut Müller dann auch so vereinbart worden. “Nicht meine Frau als Eigentümerin, auch keine Erbengemeinschaft, hat dem Netto-Markt gekündigt, sondern Netto selbst“, stellte Müller klar. Keinesfalls sei die Eigentümerin für das Ende von Netto „verantwortlich“.

Was mit dem Gebäude des Sonnhof Apart Hotels künftig geschehe, sei noch nicht entschieden. Keinesfalls aber werde es abgerissen. „Das ist ein totaler Schmarrn“, so Müller, denn man habe viel Geld in die Hotelrenovierung investiert. Ob und wie die Ladenfläche nach dem Auszug von Netto Mitte nächsten Jahres verwendet werde, stehe „noch in den Sternen“. Vorerst bleibe aber alles so, „wie es ist“. Von der Netto-Zentrale erfolgte auf Nachfrage bislang keine Reaktion.


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