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Das sagt der Krisenstab des Landkreises

“Lage nicht so kritisch, wie erwartet”

Von Nina Häußinger

Seit vorgestern regnet es am Tegernsee ununterbrochen. Zusammen mit der Schneeschmelze wurde vor Hochwasser gewarnt. An vielen Stellen ist der See über die Ufer getreten. Trotzdem ist die Lage nicht so kritisch, wie gedacht.

Hier im Rotttacher Kurpark ist der See schon über die Ufer getreten

Das Wasser steigt wohl nicht so stark wie erwartet, das meldet jetzt das Landratsamt Miesbach. „Im Laufe des Dienstags knacken die Pegel im Landkreis Miesbach wohl Meldestufe 2 von 4, erreichen jedoch nicht wie befürchtet Meldestufe 3. Sie bleiben damit deutlich unter dem Stand von 2013. Rund um Gewässer kann es aber dennoch zu lokalen Überflutungen kommen“, erklärt Pressesprecherin Sophie Stadler.

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Am frühen Dienstagmorgen tagte der Krisenstab des Landratsamtes zur aktuellen Wetterlage. Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim konnte den Vertretern der unteren Katastrophenschutzbehörde, der Feuerwehr, des BRK und des THW positive Nachrichten überbringen: „Die Prognosen des Vortags konnten nach unten korrigiert werden. Die Lage hat sich trotz anhaltendem Regen leicht entspannt“, so Stadler weiter.

An den großen Gewässern im Landkreis herrsche laut Hochwassernachrichtendienst Bayern am Dienstagvormittag Meldestufe 1. Im Laufe des Tages werde Meldestufe 2 überschritten. Meldestufe 3 werde entgegen früherer Prognosen wohl nicht mehr erreicht – im Gegensatz zum Hochwasser von 2013. Das Hochwasser wird also, zumindest basierend auf den aktuellen Messdaten, deutlich niedriger ausfallen als befürchtet.

Lage wird weiter beobachtet

Trotzdem werden Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Die Gemeinden und die örtlichen Feuerwehren wurden vom Krisenstab gebeten, bekannte Problemstellen regelmäßig zu kontrollieren und sofort an das Landratsamt Miesbach zu melden. Manche Gewässer sind bereits oder können noch über ihre Ufer treten. „Bisher mussten die Feuerwehren nur sehr wenige Keller in Ufernähe auspumpen“, so die Pressesprecherin.

In den kommenden Tagen wird sich zeigen, wie viel Schmelzwasser aus den Bergen zum anhaltenden Regen hinzukommen wird. Momentan liegt die Schneefallgrenze bei 1.800 Metern. Die Schneemaßen des vergangenen Winters sind noch nicht abgetaut und werden in den nächsten Wochen zur Pegelhöhe beitragen.

„Der Krisenstab behält die Wetterlage weiter kritisch im Auge und leitet bei Bedarf weiterführende Maßnahmen ein“, meint Stadler abschließend. Alle aktuellen Veränderungen und Informationen gibt es bei unserem TS-Newsticker, auf www.landkreis-miesbach.de, auf www.facebook.de/LandkreisMiesbach oder in der kostenlosen Warn-App „NINA“.

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