Andreas Merk fühlt sich wohl im Tal
Luftschiffweltmeister zurück am See

von Claudia Dostal

Bereits die fünfte Saison nimmt der Leutkirchner Luftschiffweltmeister Andreas Merk an der Tegernseer Tal Montgolfiade teil. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Der TS hat er verraten, was den Tegernsee so reizvoll für ihn macht.

Andreas Merk ist auch heuer wieder mit seinem Luftschiff am See dabei / Archivbild

Im vergangenen Jahr gewann Andreas Merk mit seinem Ratiopharm-Luftschiff die Weltmeisterschaft. Trotz schwieriger Windverhältnisse konnte er sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. Auch in diesem Jahr kommt er gerne wieder. Der Tegernsee lässt ihn nicht los. „Die Atmosphäre, die Eindrücke, die Landschaft, die Leute und die anspruchsvolle Windsituation im Tal… ich fühle mich hier sehr wohl und komme immer gerne wieder”, erzählt Merk.

So nimmt Merk, neben dem Team Warsteiner, auch in diesem Jahr wieder an der Tegernseer Montgolfiade teil und bietet sogar Fahrten mit seinem Luftschiff an.

Wie wird man Luftschifffahrer?

Andreas Merk übt dieses Hobby (im „echten“ Leben ist er Serviceberater bei einer Kfz-Werkstatt) im Nebenberuf aus. Ein sehr teures Hobby, das aber nach Aussage von Merk immerhin kostendeckend ist. Das gelingt aber nicht allen Luftschifffahrern.

Seit 2001 ist er dabei, zunächst als Heißluftballon-Pilot. Für die Branche unüblich machte er bereits 2002 seinen Luftschiff-Schein. Seit neuestem darf er auch ausbilden. In Deutschland gibt es nur an die 20 Personen, die ein Luftschiff fahren dürfen. Zu kostspielig ist die Ausbildung, außerdem ist die Zahl der Luftschiffe limitiert.

Ab heute finden die ersten Fahrten mit den Luftschiffen statt. Übrigens heißt es fahren, nicht fliegen, da Luftschiffe den Gesetzen der Aerostatik, nicht der Aerodynamik unterliegen. Für Merk ist die genaue Begrifflichkeit hier aber gar nicht so wichtig.


Nur beim Heißluftballon, da legen wir Wert darauf. Da heißt es fahren, wobei wir Ballonfahrer auch den Begriff zeppeln verwenden.

Ob der Wind mitspielt, wird sich zeigen. Die letzten Tage waren die Windverhältnisse nicht ideal. Auch heute ist ein Mitarbeiter des Deutschen Wetterdienstes vor Ort. Ob aufgestiegen wird, entscheidet dann jeder Pilot individuell. Jedenfalls lohnt sich in diesen Tagen bestimmt ein Blick in den Himmel, um den Giganten der Lüfte zuzuwinken.


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