Bezahlbarer Wohnraum in Aussicht

Münchner will für Wiesseer bauen

Ausgerechnet ein Münchner will in Bad Wiessee jetzt preiswerten Wohnraum schaffen. Ein großes Mehrfamlienhaus soll entstehen. Doch ist das Projekt realisierbar?

In der Auerstraße 10a soll sich bald eine Baustelle auftun.

Im Wiesseer Bauausschuss standen am vergangenen Dienstag einige interessante Themen auf der Agenda. So plant ein Münchner Bauunternehmer, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Der Bauherr reichte daher einen Antrag auf Vorbescheid für ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage ein. Entstehen soll das Ganze in der Auerstraße. Bürgermeister Peter Höß (FWG) betonte, dass hier Mietwohnungen entstehen sollen, und keine Eigentumswohnungen.

Der Bauunternehmer, der das Projekt verwirklichen will, konnte bereits mehrere Wohngebäude realisieren. Jetzt ist er ins Oberland gezogen und möchte auch hier was zu bezahlbaren Preisen anbieten, so Bürgermeister Höß. Die Mietpreise pro Quadratmeter sollen bei unter 13 Euro liegen. Das Bauvorhaben stieß bei dem Ausschuss auf Zustimmung. So erklärte der zweite Bürgermeister Robert Huber (SPD):

Es würde mich freuen, wenn dann mal jemand sowas verwirklichen würde. Das haben wir noch nie gehabt. Baurechtlich gibt es hier nichts zu sagen.

Markus Trinkl (FWG) fand ebenfalls, dass das Projekt vertretbar sei, wenn man den Worten des Bauherrn Glauben schenken könne. Einzig die Größe des Mehrfamilienhauses ließ den Ausschuss am Projekt zweifeln. Fast 28 Meter lang soll das Gebäude messen. Bauamtsleiter Helmut Köckeis äußerte sich kritisch. “Mit einer Länge von 27,9 Metern springt das Haus förmlich aus der Umgebung. Das erscheint mir des Guten etwas zu viel”, erklärte er und empfahl eine Verringerung der Länge. Dafür könnte das Gebäude in die Breite wachsen.

Für Claudia Martini (SPD) war vor allem die Nähe zum Bach in Kombination mit der geplanten Tiefgarage ein Problem. Auch für den Breitenbach werde sicher bald eine Hochwasserinitiative anstehen. “Das sollte man bei allen Baugenehmigungen, die jetzt kommen im Kopf haben”, betonte Martini.

Am Ende einigte sich der Bauausschuss darauf, dass der Bauherr bei seinem Antrag die Länge des Gebäudes und die Abstandflächen zum Bach anpassen müsse. Auch auf die Hochwassersituation wolle man erneut explizit hinweisen. Der Ausschuss stimmte dem Vorhaben unter Einhaltung der genannten Änderungen zu.


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