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Wird es eine alternative Nahversorgung geben?

Netto-Filiale in Bad Wiessee schließt

Von Filiz Eskiler

Lange war unklar, was aus der Netto-Filiale in Wiessee werden soll. Der Pachtvertrag läuft nun Ende des Monats aus. War’s das mit dem Supermarkt im Ortskern?

Der Netto in Bad Wiessee schließt in diesem Monat. Bürgermeister Robert Kühn ist diesbezüglich bereits in Gesprächen.

Ein Hin und Her in Bad Wiessee: Im Juni 2019 kursierten Gerüchte, dass die Vermieter der Netto-Filiale hinter dem Rathaus gekündigt hätten. Ende Oktober wurde dann vom Filialleiter bestätigt, dass der Pachtvertrag bis zum 30. Juni 2020 verlängert wurde. Die Einkaufsmöglichkeit im Ortskern Wiessees blieb also vorerst erhalten. Nur wie es danach weitergehen soll, konnten die Eigentümer, Familie Aulechner, zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen.

Galgenfrist rückt näher

Bis zum Ende des Pachtvertrages ist es nicht mehr lange hin. Wie also soll es für das Gebäude in Bad Wiessee weitergehen? Mittlerweile steht fest, der Netto-Markendiscounter wird in seiner jetzigen Form schließen. Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount, bestätigt:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Netto-Filiale in Bad Wiessee am 20. Juni 2020 schließt. Das Mietverhältnis wird zum 30. Juni beendet.

Für die Mitarbeiter sei das allerdings kein Grund zur Sorge, versichert Stylianou. „Die betroffenen Mitarbeiter der Filiale werden alle weiterhin für Netto tätig sein“, betont sie. Auf die Frage, wo genau die Betroffenen künftig untergebracht werden, gibt es keine Auskunft.

Bürgermeister Kühn in Gesprächen

Wegen der Netto-Filiale in Bad Wiessee entbrannte schon im vergangenen Jahr eine Diskussion rund um die Nahversorgung in der Gemeinde. Vor allem Stand die Frage im Raum, wie sich die Gemeinde hier einbringen könne.

Auch Robert Kühn (SPD) – zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Amt des Bürgermeisters tätig – hat sich damals an der Diskussion beteiligt. Er sprach sich stark für eine örtliche Einkaufsmöglichkeit aus, die zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen sei. „Dies trägt zudem zur Entlastung des Verkehrs und zur Nachhaltigkeit bei“, so Kühn in einem Offenen Brief an den damaligen Bürgermeister Peter Höß und den Gemeinderat im Juni 2019.

Damals machte Kühn klar: Man könne in der Gemeinde sehr wohl etwas gegen das Aussterben des Ortes tun. Und zwar, indem sie eigene freie Flächen und Bauten in Gemeindebesitz zur Verfügung stellt und mit Handelsvertretern spricht. Seit Mai ist Kühn neuer Bürgermeister von Bad Wiessee. Auf Nachfrage, wie es mit dem Gebäude weiter gehe und ob es schon Alternativen gebe, sagt er:

Ich führe diesbezüglich noch Gespräche und möchte ungern zu viel Unruhe in das Thema bringen. Anfang nächster Woche kann ich dann sicherlich mit Neuigkeiten aufwarten.

Nun kann Kühn, der im August 2019 betonte, es sei Aufgabe der Gemeindeführung, für eine ortsnahe Versorgung und einen lebendigen Ortskern zu sorgen, erstmals als neuer Bürgermeister handeln.


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