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Ergebnis der nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung

Neubauten in der Wiesseer Ringbergsiedlung

Die interessanten Themen, die die Bewohner betreffen, finden auch in Bad Wiessee meist hinter verschlossenen Türen statt. So war es auch vergangene Woche, als es um die Zukunft der Ringbergsiedlung im Ortsteil Abwinkl ging. Doch das Wesentliche drang nach draußen.

Zuviel Grünfläche als Parkplätze, zu wenig Wohnraum

Wohnraum muss bezahlbar sein. Diesen Slogan schreiben sich alle Parteien gerne auf ihre Fahnen. Damit kann man beim Wähler punkten. So trat 2016 in Bayern das Kommunale Wohnraumförderungsprogramm in Kraft, das die Gemeinden bei der Erfüllung ihrer Aufgabe zur Schaffung von angemessenem und bezahlbarem Wohnraum unterstützt. Mit diesem Anreiz wurde in Bad Wiessee nicht nur das Mehrgenerationenhaus in der Dr. Scheid-Straße geschaffen, jetzt denkt Patrick Zeitler, Vorstand des Kommunalunternehmens Bad Wiessee (KBW) an ein größeres Projekt: Die Ringbergsiedlung mit 65 Wohnungen zwischen der Ringbergstraße und dem Mühlweg, die größte Wohnanlage des KBW.

In unmittelbarer Nachbarschaft werden dort derzeit die dicht bebauten Tegernsee-Villen bezugsfertig. Diese und die Gebäude der Baugenossenschaft Lenggries am Mühlweg dienen als Orientierungsgröße in der Nachbarschaft, wie Zeitler auf Nachfrage erklärt.

„Abriss, Neubau, Nachverdichtung“

Zwar befasse er sich schon seit Gründung des KBW vor drei Jahren mit der Ringbergsiedlung, aber mit dem Kommunalen Finanzspritzen der Staatsregierung würden nun Abriss, Neubau, Nachverdichtung und Steigerung der Qualität in Wohnungssiedlungen gefördert werden. „Mit Untersuchungen des Gebäudebestands, was ist erhaltenswert, was kann man umbauen, was kann man modernisieren, begeben wir uns gerade auf diesen Weg“, so Zeitler. Weitere Aspekte seien, was ist technisch machbar und sinnvoll. „Das heißt aber nicht, dass wir planen, die Ringbergsiedlung abzureißen“. Dies sei auch allen Mietern bei Hausversammlungen im April vermittelt worden, die „große Zustimmung“ signalisiert hätten.

„Unser Ziel ist es, die Wohnqualität in der Ringbergsiedlung zu verbessern. Da wir ebenso neuen Wohnraum schaffen wollen, wird es auch Neubauten geben“. Wie viele Wohnungen es insgesamt werden sollen, würden erst die Analysen ergeben. „Von diesen erhoffen wir uns Ideen, wie man das Wohnungsangebot besser realisieren kann. Noch aber ist es ergebnisoffen. Es gibt auch noch keine Größenordnungen. Aber die Häuser sollen dem ortstypischen Erscheinungsbild entsprechen“.

Tiefgarage bei Neubauten

Zeitler bemängelt vor allem in der Siedlung die Grünstruktur, „die hauptsächlich für Parkplätze genutzt wird“. Daher müsse in logischer Konsequenz bei Neubauten eine Tiefgarage entstehen, “um den ruhenden Verkehr dort verschwinden zu lassen“.

Bislang gibt es 65 Wohnungen in der Ringbergsiedlung. Die Gemeinde plant Sanierungen und Neubauten

Zum Zeitplan sagt Zeitler, das Projekt werde über mehrere Jahre bis zu einer Dekade laufen. „Dies bedeutet, dass wir nicht in zwei bis drei Jahre eine komplett neue Ringbergsiedlung haben“. Zeitler. Herr über 200 Gemeindewohnungen, versichert: „Die Mieter brauchen dann keine Angst vor einer Luxussanierung haben“.


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