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Was steht in der nördlichen Seegemeinde jetzt an?

Onlineshow zur Primetime in Gmund

Von Sabiene Hemkes

Am Donnerstag war Bürgerversammlung in Gmund. Eine Hybride wars – wie das heute heißt. Moderator war Alfons Besel (FWG), der in seiner eigenen Art die Bürger auf einen virtuellen Spaziergang durch die Entwicklung der nördlichen Seegemeinde im Jahr 2021 mitnahm.

Bürgerversammlung in Gmund – so sahen die Bürger ihren Bürgermeister am Bildschirm.

Alfons Besel, im Anzug mit blaugelbem „Solidaritäts-Einstecktuch“, Headset und Laptop, meisterte souverän den großen jährlichen Auftritt vor seiner Gemeinde. Besonders in der schwierigen Gemengelage einer andauernden Pandemie und dem Krieg in Europa kein immer einfaches Unterfangen. Bei so viel Reden, brauchte es auch mal eine Erfrischung für Besel:

Für ne Halbe reicht es nicht – aber Wasser tut’s auch.

Das war aber auch die einzig humoristische Äußerung, die sich der Rathaus-Chef in der 60-minütigen Präsentation erlaubte, die von eingespielten Themen-Bildern und wechselnden Kameraeinstellungen auf den Gmunder Bürgermeister wechselte.

Abgesehen von der Anfrage eines Bürgers – insgesamt waren gerade einmal neun im Neureuthersaal anwesend – der leider nicht im Bild zu sehen war, folgten die bis zu 288 Online-Zuschauer ihrem Chef stumm als Alleinunterhalter durch das zugegebenermaßen kurzweilig-informative Programm der Bürgerversammlung.

Doch ganz allein war der Bürgermeister nicht, wie er betont: „Ich bin da nicht allein in dem Raum. Unabhängig von den Zuhörern im Saal begleitet uns ein kleines Team aus dem Rathaus mit Christine Wild, Steffi Steimer, die Maria Glas, der Florian Ruml, der Schorsch Dorn und Anderl Probst sind vor Ort.“ Dieses Rathaus-Team war auch während der Präsentation mit den Bürgern am Bildschirm im Kontakt. Über einen Chat konnten Fragen gestellt werden. Diese Anfragen werden nach der Sitzung durch die Gemeinde bearbeitet, wie Besel erklärte.

Bauen/Wohnen, Energie, Verkehr

Hauptthemen des Bürgermeisters waren die drei auf der Gemeindeklausurtagung im Frühjahr 2021 definierten Schwerpunkte in der Gemeindearbeit: Nachhaltiges Bauen und Wohnen, ressourcenschonender Umgang mit Energie und gemeindeverträgliche Planung und Lenkung des Verkehrs.

Viele Projekte dieser Schwerpunkt-Agenda stellte der Bürgermeister der Gemeinde vor. So zum Beispiel die Modernisierung der Grundschule mit der geplanten Solaranlage auf dem Dach, den Ausbau des Radnetzes und den Bau des neuen Busbahnhofes sowie auch die Senioren-Projekte in der Gemeinde im Jahr 2021.

Der von Gmunder Bürgern auf den Weg gebrachte Bikepark nahm auch einen prominenten Platz in der Präsentation ein. Die Location des ausdrücklich von der Gemeinde befürworteten Parks ist aktuell in Ostin in der Freizeitanlage am Oedberg verortet. Vorher waren die Standorte in Finsterwald und ein Fußballplatz an der Kreuzstraße aus unterschiedlichen Gründen gescheitert:

Nachdem ich schon letztes Jahr über das Projekt berichtet habe, stehe ich heute wieder hier. Ich bin schon gespannt, was ich nächstes Jahr berichten werde.

Dabei spielt der Bürgermeister über die in seinen Augen schwierige und aufwendige Bürokratie bei der Umsetzung dieses Projektes an. „Nun braucht es eine strategische Umweltplanung”, berichtet Besel, dem anzumerken ist, wie sehr ihm dieses Projekt am Herzen liegt. Immerhin gehe es um “unsere Jugendlichen”.

„Wir sind auf einem guten Weg“

Nach zirka einer Stunde beschließt der Bürgermeister die Sitzung. Zum Abschluss zitiert Besel den berühmten Städteplaner, Architekten und Amtskollegen Jami Lerner aus der brasilianischen Provinz Paraná. Dort war Lerner auch Gouverneur.

„Mobilität, Nachhaltigkeit und soziale Vielfalt“ – wir sind da auf einem guten Weg – schön, dass wir da gemeinsam unterwegs sind. Pfiat Gott beinand.

Über die Gemeinde Gmund könnt ihr ab heute die Präsentation der Bürgerversammlung in einer analogen, gedruckten und Online-Ausgabe beziehen.


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