Ab 2023:
Parken in Wiessee wird noch teurer

von Simon Haslauer

Für das kommende Jahr hat Bad Wiessee eine saftige Erhöhung der Parkgebühren beschlossen. Einzig beim Jahresticket wird es für Einheimische billiger. Damit prescht Wiessee wieder einmal vor allen anderen vor.

Ab 2023 erhöht Bad Wiessee die Parkgebühren im Ort.

2023 zieht Bad Wiessee die Preise für das Parken ordentlich an. Das hat der Gemeinderat mit 14:4 Stimmen beschlossen, wie der Münchner Merkur nun berichtet. So gilt ab 2023 auf allen öffentlichen Parkplätzen in Wiessee eine einheitliche Regelung. Die vier Zonen mit unterschiedlichen Preisen sind damit Geschichte. Das Parken sei in Zukunft täglich von 08.00 bis 18.00 Uhr kostenpflichtig.

Die erste halbe Stunde ist dabei kostenlos, jede weitere kostet bald einen Euro. Aktuell kostet die halbe Stunde noch 50 beziehungsweise 80 Cent. Die Preise für ein Tagesticket erhöht die Gemeinde: Ab 2023 zahlt man im gesamten Gebiet zehn Euro für einen Tag. Ein Tagesticket müsst ihr kaufen, sobald ihr euer Auto länger als zweieinhalb Stunden parken wollt.

Talweit einheitliche Preise? Fehlanzeige

Damit liegt Wiessee weit über den Parkplatzpreisen der anderen Talgemeinden. Sowohl Kreuth als auch Gmund verlangen lediglich fünf Euro für ein Tagesticket. Einzig beim Jahresticket können – zumindest Einheimische – in Bad Wiessee zukünftig etwas sparen. Ab Januar kostet dieses nur noch 75 Euro.

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Die örtliche CSU war von der Preiserhöhung und Wiessees erneutem Vorpreschen nicht sonderlich angetan. So betonte Alois Fichtner (CSU) laut Merkur, er halte zehn Euro für ein Tagesticket für überzogen. Tatsächlich kritisierte die Wiesseer CSU bereits 2020 die hohen Parkgebühren im Ort.

Christian Kausch, der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) begrüßt währenddessen die Einführung eines einheitlichen Konzepts. Er betont: „Es wäre schön, wenn das im ganzen Tal angegangen wird.“ Dass die Preiserhöhung Auswirkungen auf den Tourismus habe, sieht der TTT-Chef nicht. Es gehe hier nicht um „unmenschliche Beträge“, sagt er. Ein Tipp von Kausch: Mal einen Blick auf die Preise in München werfen.

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