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Ein Kommentar zum BOB-Chaos

Politiker bringen nichts auf die Schiene

Von Martin Calsow

Normalerweise machen wir uns an dieser Stelle auch gern einmal lustig über die Bummel und Blödelbahn. Aber irgendwann ist auch Schluss mit lustig. Ein Chaos-Unternehmen. Ein Versagen der Politik auf allen Ebenen. Das muss sich ändern.

Landkreis-Politiker blicken ratlos in die Ferne.

Ein Kommentar von Martin Calsow:

Elf Züge fallen aktuell aus. 15 fahren noch. Das ist erbärmlich. Die BOB ist für so viele Pendler, die sich ein Auto nicht leisten können oder wollen, extrem wichtig. Aber sie versagt. In endlosen Meetings zwischen Politik und Unternehmen wird gequatscht und beschwichtigt. Jeder schiebt jedem den Schwarzen Peter zu.

Fangen wir oben an: Dr. Hans Reichert, Vorsitzender der JU Bayern und Verkehrsminister. Schon mal gehört oder gesehen hier im Tal? Nö. Vermutlich weiß er nichts vom Desaster inmitten der Herzkammer der CSU. Lieber lässt er Straßen, Tunnel und Tröge bauen – das alte CSU-Syndrom eben.

Dann wäre da seine Kollegin Ilse Aigner, unsere Landtagsabgeordnete, die gern zu netten Anlässen vorbeischaut, lächelt und sonst aber wenig reißt. Fordert viel, hält muntere Reden. Bringt nichts auf die Schiene.

Das Komplett-Versagen der Politik

Olaf von Loewis, Sprecher der Landkreis-Bürgermeister, also jener Männer (und einer Frau!), deren Bürger und Wähler massiv unter dem BOB-Chaos leiden. Der Umarmer von Holzkirchen spricht gern sanft, kann aber auch nicht mit Ergebnissen aufwarten. Statt Alarm zu machen, seinen Parteifreunden Feuer unter den Allerwertesten zu setzen, sitzt auch er gern und häufig in Arbeitsgruppen. Ist ja auch egal. Im nächsten Jahr ist er Landrat. Dann wird bestimmt alles gut – nicht!

Und dann hätten wir den (scheinbar) grünen Landrat Wolfgang Rzehak. Öffentlicher Nahverkehr könnte ja ein duftes Öko-Thema sein. Aber auch hier: Still ruht der See. Man gibt Erklärungen und gute Tipps ab. Aber ein Aufruf zum Widerstand, eine Aktivierung der enttäuschten und wütenden Pendler gegen das Nichtstun? Keine Spur. Lieber mal was mit Bienen.

Die BOB ist ein Beispiel für ein Komplett-Versagen der Politik auf lokaler und regionaler Ebene. Wer glaubt, dass mit dem Wechsel des Betreibers irgend etwas besser wird, ist schlicht naiv. Die BOB wird ein Peinlich-Produkt sein, wenn die Vorgaben und die Überwachung seitens der Politik nicht gravierend besser werden. Wir werden uns jetzt etwas verstärkt dem Thema annehmen…


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