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Mit der Polizei auf Tuchfühlung

Sieben Uhr morgens in der Glückaufstraße

Von Nicole Kleim

Die erlaubte Geschwindigkeit auf der Bundesstraße 472, Höhe Glückaufstraße in Waakirchen: 60 Stundenkilometer. Temposünder wurden dort heute Morgen von der Polizei aufgehalten. Eine Frau traf sogar auf Polizeichef Wilhelm Sigel. Wir waren live dabei.

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Wie berichtet findet heute der vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd angekündigte Aktionstag „Runter vom Gas“ statt. Durch die Aktion sollen Autofahrer animiert werden, langsam zu fahren und die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten einzuhalten.

Denn überhöhte Geschwindigkeit ist nach wie vor Unfallursache Nr. 1. Im vergangenen Jahr kamen in ganz Bayern 226 Menschen durch zu schnelles Fahren ums Leben. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd waren es 34. Die Polizei weiß: Wenige Stundenkilometer können den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Aus diesem Grund ist sie der Auffassung, dass “intensive und zudem öffentlichkeitswirksame Geschwindigkeitskontrollen” erforderlich sind. Um sieben Uhr heute Morgen standen die Beamten der Polizeiinspektion Bad Wiessee bei Regen und Wind in der Glückaufstraße, um Raser aufzuhalten. Mit Lasergerät ausgestattet beobachtete Robert Ruttkowski, Mitarbeiter Verkehr, mit seiner Kollegin den Verkehr.

Drei “Raser” aus dem Verkehr gezogen

Bevor das Messgerät platziert wurde, hatten die Beiden Referenzmessungen durchgeführt und geschaut, ob die Visiereinrichtung passt und das Display funktioniert. Das sei wichtig, so Ruttkowski, weil sich das Gericht im gegebenen Fall darauf stützen würde. Aufgrund des Berufsverkehrs fuhren die Autos schön hintereinander. Zunächst fuhr niemand zu schnell.

Den Rasern auf der Spur: Robert Ruttkowski (links) Mitarbeiter Vekehr, und Polizeichef Wilhem Sigel (rechts). / Foto: Nicole Kleim

Gegen 7:45 Uhr meldete Ruttkowskis Kollegin die erste Geschwindigkeitsüberschreitung. Mit Kelle wurde ein Auto mit Miesbacher Kennzeichen aus dem Verkehr gezogen. Mit 15 Stundenkilometern hatte die Fahrerin die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten. 20 Euro musste sie zahlen. Dafür durfte sie Wiessees Polizeichef Wilhelm Sigel “Guten Morgen” sagen.

Sie sei in Gedanken gewesen, begründet sie auf Nachfrage ihre Geschwindigkeitsüberschreitung, und habe „Stress in der Arbeit“. Um neun Uhr war die Aktion in der Glückaufstraße heute beendet. In dieser Zeit fuhren noch zwei weitere Autofahrer zu schnell. Einer von ihnen hatte über 80 Stundenkilometer auf dem Tacho. Und das kosten die Geschwindigkeitsübergrenzungen innerorts:

bis zu 10 km/h = 15 Euro; kein Führerscheinentzug; kein Punkt
11 bis 15 km/h = 25 Euro; kein Führerscheinentzug; kein Punkt
16 bis 20 km/h = 35 Euro; kein Führerscheinentzug; kein Punkt
21 bis 25 km/h = 80 Euro; kein Führerscheinentzug; ein Punkt
26 bis 30 km/h = 100 Euro; einen Monat Führerscheinentzug; ein Punkt


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