Gastro-Maßnahmen wegen Corona
Siebenhütten erwacht schon jetzt aus Winterschlaf

von Nina Häußinger

Auch für die Gastronomie sind die Auswirkungen des Corona-Virus auf unsere Gesellschaft deutlich spürbar. Die Gästezahlen gehen im Tegernseer Tal massiv zurück. Siebenhütten soll jetzt trotzdem vier Wochen eher öffnen. Das hat einen Grund.

Siebenhütten erwacht heuer schon vier Wochen eher aus dem Winterschlaf / © Nina Häußinger

„Die allgegenwärtige Situation, bei der die Bevölkerung Europas stündlich vor neue Tatsachen gestellt wird, macht auch vor unserem beliebten Tegernseer Tal nicht halt. Viele Bereiche des öffentlichen Lebens sind betroffen, insbesondere natürlich bei uns der Tourismus und das Tagesgeschäft in Läden und in der Gastronomie“, erklärt Josef Bogner sen. Er ist Teil der Tegernseer Gastro GmbH, zu der der Voitlhof, das Cafe Gäuwagerl – beide in Rottach-Egern, sowie Siebenhütten in Kreuth gehören. Die Gastronomen haben sich nun etwas überlegt.

Wir werden das Ausflugsziel Siebenhütten in Kreuth fast vier Wochen früher als geplant öffnen, denn wir glauben, dass die Menschen gerade jetzt das Bedürfnis haben sich in frischer Luft und freier Natur zu bewegen und dabei nicht ganz auf angebotene Verköstigungen verzichten zu müssen.

Die untere Straße zu Siebenhütten (ab Fischzucht Kreuth) sei bereits mit schwerem Gerät vom Schnee soweit befreit, dass bald Lieferungen möglich werden. Der Weg von Wildbad über den Kiem Pauli – Weg, der oberhalb der Hofbauern-Weissach führt, ist aktuell wegen der Wintersperre (Wildschutz) noch bis zum 31.März geschlossen. Bogner bittet die Wanderer dies auch zu beachten.

Des Weiteren bietet der Voitlhof zum Zotzn ab sofort die Möglichkeit an, für eventuelle kleine Feiern zu Hause das Essen zu bestellen, das dann auch gerne geliefert wird. „Denn leider sind viele private Reservierungen wie Geburtstagsfeiern ect. kurzfristig wegen dem Corona Virus storniert worden und die betroffenen Betriebe stehen nun vor schwierigen Entscheidungen – auch gegenüber deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ erklärt Bogner. Sie hoffen alle miteinander, dass Szenen wie in Italien und Südtirol, aber auch mittlerweile in Österreich, hier bei uns nicht eintreten.

Diese Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, Arbeitsplätze zu sichern. „In so einer Lage waren die Wirtschaft allgemein sowie die Hotellerie, Gastronomie und viele Arbeitgeber noch nie, aber wir möchten zumindest damit versuchen ein wenig Hoffnung für viele Beteiligte in die Ist-Situation bringen“, meint Bogner abschließend.


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