Die neuesten Nachrichten aus dem Tegernseer Tal. Der kostenlose Newsletter der Tegernseer Stimme täglich um 18 Uhr

Neue Webseite soll über Fortschritt informieren

So weit ist der Bau des Jodbads

Obwohl die Holzkonstruktion erst in einem Jahr in Betrieb gehen soll, kann man sich schon virtuell über das neue Jod- und Schwefelbad informieren. Eine neue Homepage machts möglich. Dort können auch Einheimische über „ihr“ Bad auf dem Laufenden bleiben. Doch die erfahren dort nichts über Kosten. Die werden von der Gemeinde ungern preisgegeben.

Jodbad-Chefin Renate Zinser präsentiert die neue Homepage / Foto: Mach, Jod-Schwefelbad

Das Erdgeschoß, eine reine Holzkonstruktion, steht. Zum Teil existieren auch schon die Zwischenwände und der Grundriss zeichnet sich mehr und mehr ab. Auch die Eingänge zum neuen Badehaus sind schon erkennbar. Derzeit findet der Innenausbau mit Sanitär- und Elektroinstallationen statt, der aber dem gestellten Zeitplan offenbar etwas nachhinkt. Dennoch zeigt sich Jodbad-Chefin optimistisch, im Zeitfenster zu sein. Schließlich steht der Termin für die Übergabe des Projekts.

Am 17. Dezember, also in neun Monaten, soll das Badehaus bezugsfertig sein. Bis zur offiziellen Eröffnung „voraussichtlich im ersten Quartal 2020“, so Zinser, soll sich ihr Team in einer „Probephase“ noch in die neue Umgebung einfinden. Mit der Inbetriebnahme von 14 Wannen und Inhalationen sind auch geänderte Öffnungszeiten geplant. Das neue Badehaus wird sieben Tage in der Woche von 8 bis 20 oder 21 Uhr geöffnet sein, um der großen Nachfrage, laut Zinser, gerecht zu werden.

„Großes Interesse” am Jodbad

Damit sich Interessenten schon jetzt ihr eigenes Bild über die Baufortschritte des Wiesseer Heilwassers machen können, gibt es seit Mittwoch eine eigene Homepage im neuen Design. Denn es entstehe etwas ganz Neues in dem Kurort am Tegernsee: Das neue Badehaus nach Plänen des Architekten Matteo Thun. Auf der Seite gebe es einen Vorgeschmack auf den „modernen Auftritt des Gesundheitszentrums“, der Schritt für Schritt Einzug in die Darstellung erhalten werde. Neben Vorschaubildern des neuen Gebäudes enthält die Seite auch Hintergrundinformationen, Zahlen und Fakten zum Heilwasser.

„Höhepunkt“ dieser Homepage sei der Bereich „Aktuelles“, auf dem stets die neuesten Entwicklungen zum Bad und dem Neubau zu finden seien. Somit können Einheimische und Gäste jederzeit auf dem Laufenden über „ihr“ Bad bleiben – denn das Interesse und die Vorfreude sind laut Zinser „groß“. Umgesetzt wurde die Seite von der Agentur Hirschfänger, die von Bad Wiessee auch mit der Entwicklung eines neuen Markenauftritts des Jodbads und einer Kommunikationsstrategie betraut wurde. Zinser freut sich über die Homepage:

Hierdurch können wir Freunden und Förderern des Jod-Schwefelbads direkt alle Neuigkeiten zur Verfügung stellen, ihnen eine Idee des Neubaus vermitteln und unsere Begeisterung für die Zukunft des Bades teilen.

Dies dürfte auch bitter nötig sein, da die Kosten aus dem Ruder liefen. Wurden anfänglich 6,7 Millionen Euro genannt, belief sich die Kostenschätzung zuletzt auf 10,3 Millionen Euro, wie Ende vergangenen Jahres bekannt wurde. Nachdem im Gemeinderat mehrheitlich eine Transparenzbremse zu den Ergebnissen der Ausschreibungen einzelner Gewerke beschlossen wurde, sind seitdem auch keine tatsächlichen Gesamtkosten mehr bekannt geworden.

Der Rohbau des neuen Wiesseer Jodbads steht. / Foto: Klaus Wiendl

Dennoch sei es nach Aussagen von Projektentwickler Helmut Karg gelungen, Einsparungen durch kleinere Baulose und andere Materialien zu erzielen. „Da war überall noch etwas Luft nach oben, um das Projekt im Rahmen zu halten“. Schlimmstenfalls rechnete Karg noch mit weiteren Kosten von 1,6 Millionen Euro. Von der Gesamtsumme sei aber noch die Umsatzsteuer abzuziehen. So würden unter dem Strich von 9,9 Millionen für die Gemeinde stehen. Das ist wohl der Preis dafür, dass „einem gesunden ganzheitlichen Erlebnis“ in Bad Wiessee laut Zinser „nichts mehr im Wege steht“.


Aktuelle Jobangebote aus der Region

Seit dem 25. Mai 2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Wir haben unsere Seite und das Kommentarsystem technisch umgestellt und so DSGVO-konform gemacht.

Das bedeutet für die Kommentarfunktion, dass man sich zum Kommentieren bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden muss. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Das Lesen der Kommentare ist selbstverständlich weiterhin möglich. Sie müssen nur auf den unten stehenden Button "Kommentare anzeigen" klicken.

Anzeige | Hier können Sie werben
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme