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Solidarität für Wiesseer BRK reißt nicht ab

Von Maxi Hartberger

Knapp ein Jahr ist die verheerende Explosion im Wiesseer BRK-Zentrum her. Der Wiederaufbau hat einiges an Kraft und Nerven gekostet. Noch immer haben die Menschen es nicht vergessen und greifen dem BRK unter die Arme. Heute überreichte das Autohaus Schlosser einen Scheck.

Bei der Scheckübergabe: Geschäftsführer Markus Schlosser, Benedikt Dörder von der BRK-Bereitschaft und Geschäftsführer Thomas Schlosser (v. li.) / Bild: Felix Wolf

Am 13. Februar 2017 gegen 14 Uhr lösten Schweißarbeiten an einem Wasserwachtsboot eine Brandkatastrophe aus, die es so in Bayern noch nicht gegeben hatte. Die Garage des Wiesseer BRK-Zentrums mit sechs Fahrzeugen und zwei Booten wurde damals komplett zerstört. Elf Feuerwehren mit 150 Mann, 40 Atemschutzträgern und zwei Drehleitern, das THW, die Johanniter, ehrenamtliche Kräfte verschiedener Schnelleinsatzgruppen (SEG) und zwei Hubschrauber waren im Einsatz.

Die Retter wurden bei dem Brand selbst zu Opfern – zwölf Feuerwehrler mussten wegen Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei BRK-Männer, die am Boot gearbeitet hatten, erlitten durch die Explosion schwere Brandverletzungen. Noch heute ist einer der beiden arbeitsunfähig. Dass die Schweißarbeiten die Ursache für das Unglück waren, ist mittlerweile sicher. Die Ermittlungen wurden eingestellt.

Engagement reißt nicht ab

Heute, knapp ein Jahr später, steht die Halle wieder und die Fahrzeuge wurden ersetzt. Das war vor allem durch die Solidarität und die Hilfe von den Menschen und Gemeinden im Tal möglich. Ob Promis, Ehrenamtliche, Normalbürger oder Kommunen – alle versuchten mit Spendensammlungen dem BRK wieder auf die Beine zu helfen.

Noch immer ist dieses Engagement nicht abgerissen. Erst heute übergab das Autohaus Schlosser einen Scheck an Benedikt Dörder, Leiter der Wiesseer BRK-Bereitschaft. Insgesamt 1.500 Euro spendete das Autohaus aus seinen eigenen Mitteln für den Wiederaufbau. Denn obwohl die Fahrzeuge und die Halle wieder stehen, gibt es noch einiges zu bewältigen. Die Bürokratie, das Spendensammeln, die Aufarbeitung des Unglücks, Schuldgefühle, die die Unglücksopfer noch immer belasten.

„Wir versuchen, alles so gut es geht zu verarbeiten“, so Dörder. Für den 5. Mai ist die Wiedereröffnung des Zentrums geplant. Zusätzlich jährt sich an diesem Tag die ursprüngliche Eröffnung zum fünften Mal.


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