Strüngmann-Projekt hat endlich einen Namen

von Nina Häußinger

Das Strüngmann-Projekt am Wiesseer Seeufer hat endlich einen Namen. Außerdem gibt es einen Plan für das neu hinzugekaufte Ottl-Grundstück. Der kam aber nicht wirklich gut an.

Für das neu erworbene Ottl-Haus gibt es bereits Pläne

Lange hatte die Familie Ottl mit ihrem Ferienhaus am Wiesseer Seeufer standgehalten. Verkaufen war nie eine Option. Doch im September verkündete Bürgermeister Robert Kühn dann doch die Übernahme des Grundstücks durch die Athos Service GmbH von Thomas Strüngmann.

Seit über zehn Jahren plant Strüngmann ein riesiges Projekt auf dem ehemaligen Spielbankgelände der westlichen Gemeinde am Tegernsee. Immer wieder wurden die Pläne und Idee verworfen und erneuert. Das Ottl-Grundstück passt nun geradezu perfekt in die neusten Pläne. Was jedoch nicht kommen wird, ist die erhoffte Entzerrung der Hotelanlage.

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Geplant ist auf dem 38.000 Quadratmeter Grundstück ein Hotel in der Mitte, ein Wirtshaus am See, eine Kunstscheune, die zum Teil auch von der Öffentlichkeit genutzt werden soll, Zuwege und ein Mitarbeitergebäude. Insgesamt 21 Gebäude mit 80 Zimmern sind angedacht. Die erste Neuigkeit am gestrigen Abend: Das Kind hat endlich einen Namen. „Seegut am Tegernsee“ soll das bisher immer als Strüngmann-Projekt bekannte Hotelvorhaben heißen.

Drei Häuser für Familien und Gruppen

Und auch für das Ottl-Grundstück hat man schon ganz konkrete Vorschläge. Der Geschäftsführer der Athos Service GmbH Thomas Maier erklärte gestern Abend im Gemeinderat die Idee. Entstehen sollen drei Häuser mit jeweils zwei Stockwerken. Ortstypische Gebäude, die Einfamilienhäusern gleichen und künftig von Familien oder Gruppen gebucht werden können.

Für Bauamtsleiter Anton Bammer kein zufriedenstellendes Angebot. „Hier ist eine sehr, sehr starke Bebauungsdichte zu spüren. Aus Sicht der Verwaltung wirken mehrere Parameter überzogen.“ Das sahen auch die Gemeinderäte so.

Johannes von Miller (Die Grünen) brachte es auf den Punkt: „Die Möglichkeit, die sie jetzt mit dem neuen Grundstück bekommen haben, war vor allem Entspannung und Entzerrung. Meine Aufforderung: Nutzen Sie die Chance zur Entzerrung.“

Ein Plan B und großer Zeitdruck

Maier zeigt sich zwar überzeugt von seinem Konzept, gerade weil man sich damit von Mitbewerbern wie der Überfahrt abhebe. Trotzdem zauberte der Geschäftsführer gleich ein zweites Angebot aus der Tasche. Aus drei Häusern, könne man auch zwei Häuser machen, die Geschossflächen verringern und so die Häuser auseinanderzerren. „Wir stehen unter Zeitdruck und wollen heute hier mit einer Entscheidung rausgehen“, betonte er.

Doch daraus wurde leider nichts. Ohne Pläne und Bedenkzeit wollte Bad Wiessee gestern nichts entscheiden. Sobald wie möglich will man die neuen Pläne von Strüngmanns „Seegut am Tegernsee“ erneut diskutieren.

Ein Schild kündigt den Baubeginn auf dem Strüngmann-Areal an.

Denn der Zeitplan ist straff. Die Bauvorbereitungen sollen 2022 abgeschlossen werden. Mit dem Bau der Untergeschosse soll schon 2023 begonnen werden. Mit einer Fertigstellung plant man zwischen 2026 und 2028. Betreiber des fünf-Sterne-plus Hotels soll Claus Sendlinger mit seinem Unternehmen Slow Hospitality werden.

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