Tegernseer Bahnhofs-Areal soll saniert werden

Schlaglöcher, große Pfützen und ein provisorischer Kiesplatz. Das Bahnhofs-Areal könnte einladender sein. Dessen ist sich auch die Stadt Tegernsee bewusst. Sie plant daher eine große Sanierung – doch noch müssen sich Pendler und Bahnreisende gedulden.

Der Parkplatz am Bahnhof Tegernsee ist von Schlaglöchern gezeichnet.

Der Bahnhof ist der erste Eindruck eines Ortes für einen Bahn-Reisenden. Für einen TS-Leser ist der erste Eindruck in Tegernsee allerdings sehr ernüchternd. „Ein Bahnhof sollte eigentlich eine ‚Visitenkarte’ für einen angereisten Gast sein“, erklärt er in einem Schreiben an die Stadt Tegernsee. Seine Kritik betrifft gar nicht das historische Bahnhofsgebäude an sich, sondern vor allem das Drumherum:

Es ist eine Schande für einen Weltbekannten Fremdenverkehrsort wie Tegernsee, wenn man den verdreckten, mit riesigen Pfützen ausgestatteten Parkplatz am Bahnhof Tegernsee sieht.

Bei der derzeitigen Witterung mit viel Regen sei es kaum möglich, einigermaßen mit sauberen Schuhen zum Fahrzeug zu gelangen. „Außerdem wird für diesen dreckigen Parkplatz auch noch eine Gebühr verlangt.“ Ein anderes Problem sei seiner Meinung nach die Bushaltestelle. „Dafür zuständig ist sicherlich der RVO, aber die Stadt Tegernsee könnte dabei intervenieren.“ Hauptkritikpunkt an der Bushaltestelle: „Den Fahrgästen wird weder ein Unterstand geschweige denn Sitzplätze angeboten.“

Absenkungen sorgen für schwierige Bodenverhältnisse

Doch wer ist denn nun für das Bahnhofsareal verantwortlich? „Für den Zustand des Umgriffs am Bahnhof ist die Stadt zuständig“, bestätigt Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn (CSU). Die Situation sei hier bekannt. „Es handelt sich, wie beim Parkplatz an der Point, um ein Provisorium.“ Man habe das Problem der Absenkungen an verschiedenen Stellen im gesamten geteerten Bereich des Bahnhofs. „Dort haben wir bei den Taxiständen für Abhilfe sorgen können, an anderen Bereichen leider nicht, da hier der gesamte Platz angegangen werden muss“, so Hagn weiter.

Die Stadt will das Bahnhofsareal sanieren.

Doch die Stadt will handeln. Der Parkplatz wurde bereits vom Bauhof im Frühjahr nach dem Winter hergerichtet. „Die derzeitigen Absenkungen sind auf der Arbeitsliste und für die Zeit bis Ende Oktober zur Abarbeitung vorgesehen. Allerdings seien die Schlaglöcher nicht sehr tief, sodass eine Beschädigung von Autos ausgeschlossen werden kann.

Auch die Aufstellung von Buswartehäuschen sei Aufgabe der Stadt. „Haushaltsmittel sind für drei Buswartehäuschen eingestellt“, versichert Hagn. Die Verwaltung bereite gerade die Einholung von Angeboten für Buswartehäuschen vor. „Ein für das Bahnhofsareal erforderlicher Antrag auf denkmalschutzrechtliche Erlaubnis wurde bereits Ende August 2019 beim Landratsamt gestellt, aber noch nicht beschieden.“ Tegernsees Rathauschef gibt zu:

Zum Bahnhof insgesamt ist festzustellen, dass der derzeitige Zustand sicher nicht den Wünschen und Vorstellungen der Stadt entspricht.

Man warte derzeit mit der gesamten Gestaltung des Areals auf die anstehende Ertüchtigung des Bahnhofs mit entsprechendem Baustellenverkehr. Geplant ist unter anderem die Verlegung des Haupteinstieg nach Norden, eine Anhebung der Bahnsteige, Überdachungen sowie Leuchten. Nach Hagns derzeitigen Kenntnisstand seien aber noch bestimmte eisenbahntechnische Verfahren durchzuführen, da mit der Neugestaltung der Bahnsteige auch die Leit- und Steuerungstechnik komplett zu erneuern, beziehungsweise modernisieren ist. „Erst wenn die zuvor genannten Baumaßnahmen abgeschlossen sind, werden wir den Bahnhofsvorplatz angehen können.“

Das hat die Stadt Tegernsee vor

Angedacht ist derzeit eine Pflasterung nach Süden sowie die großflächige Ausbesserung der Oberschicht. „Der gekieste Parkplatz ist eine Zwischenlösung“, betont Hagn erneut. „Auch die recht unansehnliche Güterhalle soll dann saniert und eventuell einer neuen Nutzung zugeführt werden.“ Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes müsse man sich auch mit der künftigen Nutzung des gesamten südlichen Bereichs intensiv auseinandersetzen.

„Einerseits wissen wir derzeit nicht, ob der Bereich für künftige Bahnnutzung benötigt wird, andererseits haben wir dort eine mögliche Bebauung ins Auge gefasst. Daher ist beispielsweise der derzeitige Standort des Fahrradständers nicht endgültig – und stellt darum auch dort nur ein Provisorium dar.“ Aus diesen Gründen müsse man daher leider noch einige Zeit mit der Situation leben.


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