Goldener Herbst bringt Tal an Grenzen

Traum oder Albtraum am Tegernsee?

Bunte Blätter, blauer Himmel und warme Temperaturen – endlich zeigt sich der Herbst nach einem regnerischen Start von seiner goldenen Seite. Kein Wunder, dass bei solch einem Traumwochenende die Berge und Ausflugslokale rund um den See gesteckt voll sind. Traum oder Albtraum? Die Meinungen gehen auseinander.

Ein (fast) perfektes Herbstwochenende am See. Hier der Blick zur Sutten. / Quelle: Klaus Wiendl

Das vergangene Wochenende hätte nicht schöner sein können. Endlich ist der goldene Herbst auch im Tegernseer Tal angekommen. Kein Wunder also, dass es die meisten nach draußen in die Natur zog. Auch wir von der Redaktion waren unterwegs – ob ein gemütlicher Spaziergang zu einem Bauerncafé oder auf einen der Hausberge mit perfektem Panoramablick.

Doch das Traumwochenende hat auch seine Schattenseiten. Das schöne Ausflugswetter brachte das Tegernseer Tal an den Rand des Kollabierens. Überall begegneten einem erwartungsgemäß Massen von Ausflüglern. Angefangen auf den Parkplätzen, den Wegen bis hin zu den Almen. Ganz zu schweigen vom Verkehr rund ums Tal. 40 Minuten von Tegernsee nach Bad Wiessee sind an solch schönen Herbsttagen fast schon selbstverständlich. Viele Facebook-Nutzer machten ihrer Wut unter unseren Posts Luft. Eine Nutzerin schrieb:

Ja und wieder mal überfüllt, als Einheimischer brauchst dir bei dem Wetter nichts in der Heimat vornehmen – schrecklich is des.

Doch nicht nur auf den Straßen rund um den See war viel Geduld gefordert. Auch die BOB war heillos überlastet und musste am Sonntag den Notstand ausrufen (wir berichteten). Ein Leser kommentierte unter einen Artikel:

Wir wollten gestern am späten Nachmittag von Tegernsee nach Gmund mit der BOB fahren. Der Zug hielt aber in Gmund nicht, sondern erst in Moosrain. So sind wir zu Fuß nach Gmund zurückgegangen. Was soll das denn?

Auch die Wallbergbahn war komplett überfüllt. „Als wir um kurz nach halb neun die Türen aufgemacht haben, sind die Leute schon angestanden“, erklärt die Kassenteamleiterin gegenüber dem Merkur. Allein bis zum Nachmittag seien rund 1.300 Wanderer mit der Bahn gefahren. Hinzu kommen dann noch die Wanderer, die zu Fuß Richtung Wallberggipfel unterwegs waren.

Sieht man sich allerdings die Bilder vom “Indian Summer” am Tegernsee an, die uns zugesendet wurden, kann man vielleicht ein bisschen verstehen, warum es so viele Menschen ins Tal lockt.

Wir haben unsere und Ihre Eindrücke in einer Fotostrecke zusammengefasst.

Ansturm auf den Wallberg. / Quelle: Klaus Wiendl
Sonnetanken am Wallbergkircherl. / Quelle: Klaus Wiendl
Der Blick über unseren wunderschönen Tegernsee. / Quelle: Klaus Wiendl
Roß- und Buchstein, links davon die Zugspitze. / Quelle: Klaus Wiendl
Leuchtend bunte Blätter, wo man auch hinsieht. / Quelle: Klaus Wiendl
Perfekter Ausblick oberhalb der Prinzenruh in Bad Wiessee. / Quelle: Nina Häußinger
Danach brauchte es vieeeeel Geduld auf dem Heimweg. / Quelle: Nina Häußinger
Rund um den See: Stau. / Quelle: Nina Häußinger
Auf dem Weg Richtung Oberbuchbergerhof in Gmund. / Quelle: Maxi Hartberger
In der Gasse war es verglichen mit den zahlreichen Berggipfeln ruhiger. / Quelle: Maxi Hartberger
Am Zeiselbach entlang. / Quelle: Andreas Halemba
Hier der Ausblick vom Seehotel Überfahrt in Rottach. / Quelle: Bernhard Blank
Perfekte Sicht auf die Rottacher Seestraße samt Bergpanorama. / Quelle: Lisa Meister
Richtung Siebenhütten unterwegs. / Quelle: Michael Birk-Königs
Scheena kannts ned sei, oder? / Quelle: Sebastian von Meer

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