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Wohnraum auf Schandl-Areal genehmigt

Voller Vorfreude auf Baulärm in Tegernsee

Von Martin Calsow

Was ist schon ein Jahr? sang Johnny Logan einst. Das könnte auch Brauhaus-Geschäftsleiter Christian Wagner singen. Vor über einem Jahr präsentierte er und Planer Karl Hitzelperger seine Ideen für einen Personalwohnungskomplex auf dem Gelände des alten Gasthofs Schandl in Tegernsee. Damals waren bis auf Thomas Mandl alle Mitglieder begeistert. Und jetzt?

Am alten Schandl-Wirt in Tegernsee tut sich bald was

Ein Gradmesser für die scheinbare Wichtigkeit von Themen und Personen  in Bauauschüssen ist, wenn die Kollegen vom Heimatblatt den Großkopferten wie Kohler oder Halsberger hinterherlaufen, um noch ein Bildchen oder Sätzchen zu bekommen. Gestern war es wieder soweit. Christian Wagner, Chef des Tegernseer Brauhauses, kam mit seiner Entourage, setzte sich auf die unbequemen Besucherstühle und freute sich, wie Bauamtsleiterin Koch sein Projekt Personalwohnungen präsentierte.

Das Thema nimmt im Tal Fahrt auf. In Bad Wiessee wollen sie Hotelbetreiber sogar zur Bereitstellung von Wohnraum für Personal zwingen. Klar, die Servicekräfte, die unseren geschätzten Urlaubern die Betten ausschütteln, das Bier servieren, den Dreck wegräumen, sollen den Druck auf dem sowieso überhitzten Mietmarkt nicht erhöhen. Bei den geplanten Hotelprojekten der Zukunft wird den politisch Verantwortlichen schummrig. Denn sie bekommen die Wut der auf Wohnraum wartenden Einheimischen direkt ab. Nun also startet das Brauhaus mit insgesamt 61 Wohnungen auf drei Wohnblöcke (Haus A, B und C) verteilt. Allerdings sind derzeit nur 48 Wohnungen für Personal vorgesehen, 13 werden außerhalb dieser Gruppe vermietet. Hinzu kommen eine Tiefgarage (33 Plätze), obererdige Stellplätze (gesamt 74)  sowie Platz für Fahrräder.

Die Freude ist groß …

Die Größe der Wohnungen variiert zwischen 35 und 100 Quadratmetern. Im nächsten Jahr, vermutlich im Frühjahr, soll die alte Gaststätte und das Wohnhaus abgerissen werden. Eine Sperrung der Max Joseph Straße ist nicht vorgesehen, so Bauamtsleiterin Bettina Koch. Damit wäre für Wanderer der Zugang zum Parkplatz Alpbach auch während der Bauphase frei. Interessant: Keiner der Anwesenden fragte nach der Belastung durch Baustellen-Fahrzeuge, die über Monate das Areal dominieren und Anwohner sowie den innerstädtischen Verkehr belasten werden, dies auch vor dem Hintergrund anstehender anderer Bauprojekte im Städtchen. Zu groß scheint die Freude über Personalwohnungen zu sein.

Der Entwurf wurde vom Landratsamt Miesbach schon im Juli 2021 genehmigt. Auch im Tegernseer Bauausschuss fanden sich keine Stimmen gegen das Bauvorhaben, es wurde einstimmig angenommen, was ein zufriedener Christian Wagner vom Brauhaus mit einem freundlichen Nicken zur Kenntnis nahm.


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