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Nach Stierattacke: Thurnhuber bewirbt sich für dritte Amtszeit

Warngaus Bürgermeister plant sein Comeback

Von Maxi Hartberger

Ende Juni wurde Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber von einem Stier angegriffen und schwer verletzt. Dass er überlebt hat, grenzt an ein Wunder. Jetzt plant Thurnhuber sein Comeback: Er will bei der Kommunalwahl 2020 wieder als Bürgermeisterkandidat antreten.

Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber wurde von einem Stier angegriffen und schwer verletzt – jetzt plant er sein Comeback. / Archivbild

Fünf Monate ist es her, dass Warngaus Bürgermeister Klaus Thurnhuber von einem Stier attackiert und schwer verletzt wurde. Ende Juli half der ehemalige Landwirt seinem Sohn bei der Arbeit im Stall. Ein Stier lahmte und Thurnhuber wollte sich das genauer ansehen. „Normalerweise sperren wir den Stier für solche Maßnahmen immer im Fressgatter ein und fixieren ihn. Ich weiß nicht, warum mein Mann dieses Mal diese Vorsichtsmaßnahme nicht ergriffen hat“, erklärte Thurnhubers Frau Veronika damals nach dem Angriff.

Der Stier rastete aus, Thurnhuber wurde schwer verletzt und mit dem Hubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen. Gebrochen waren alle Rippen, der Kiefer und das Schlüsselbein. Außerdem wurde die Lunge geprellt. Der Bürgermeister lag wochenlang auf der Intensivstation. Es sei wirklich ein Wunder, dass er diese Verletzungen überlebt hat, erklärte seine Frau.

Thurnhuber will Bürgermeister bleiben

In der Gemeinde löste Thurnhubers Unfall ein politisches Innehalten aus. Während andere Parteien und Kommunen bereits mit dem Wahlkampf starteten, hielten sich die Parteien in Warngau zurück. Doch damit dürfte jetzt Schluss sein. Thurnhuber kündigt sein politisches Comeback an.

Obwohl die Reha in Murnau noch läuft, sind seine lebensgefährlichen Verletzungen soweit ausgeheilt, dass der 55-Jährige wieder auf die kommunalpolitische Bühne treten will. Vor dem tragischen Unfall wurde er sogar als Landratskandidat gehandelt. Doch nun hat Thurnhuber neue Pläne. Wie der Merkur berichtet, kündigte der Rathaus-Chef an, sich bei der Kommunalwahl 2020 für eine dritte Amtszeit als Warngaus Bürgermeister zu bewerben.

Am 9. Dezember soll seine Kandidatur bei der Nominierungsversammlung der Freien Wähler offiziell bestätigt werden. Einen Tag später, am 10. Dezember, plant Thurnhuber seine Rückkehr ins Rathaus. „Ich bin entschlossen, an diesem Tag die Gemeinderatssitzung zu leiten“, so der seit 2008 amtierende Bürgermeister gegenüber dem Merkur. Dies sei auch mit den Ärzten abgesprochen.


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