“Gmund ist … voller lustiger Bayern”

von Simon Haslauer

Jetzt ist Gmund dran. Der Bahnhof wird neugestaltet und alle Einheimischen haben ein Wörtchen mitzureden. Genauer gesagt, sie werden sogar darum gebeten ihren Senf dazuzugeben.

Wie kann man nach Ansicht der Gmunder das Bahnhofsareal verschönern?

Heute trafen sich rund 20 Gmunder im Neureuthersaal und diskutierten über Ideen für das Areal rund um den Gmunder Bahnhof. Das soll nämlich verschönert werden. Dazu lud die Firma “noncomfort” alle Bürger und Bürgerinnen in ihr Ideenbüro ein, um eigene Vorschläge einzubringen. Viele Vorschläge kamen auf und viele Vorschläge wurden gleich wieder verworfen.

Drei Tage lang hat das Gmunder Ideenbüro nun offen und ist – laut der Rathaus-Verwaltung – für jeden frei zugänglich, der dem kompletten Bahnhofsareal seinen eigenen Touch geben möchte. Dazu muss man nur seine Idee aufschreiben und in eine der zahlreichen, eigens aufgestellten Ideen-Boxen in Gmund werfen. Alternativ kann man auch ins Online-Ideenforum seinen Vorschlag schreiben. Dort konnte man heute schon zahlreiche Vorschläge lesen.

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Was wünschen sich die Gmunder?

Parkplätze, verwilderte Sträucher und eine baufällige Lagerhalle. Kein sehr schöner Anblick, doch das soll sich nun ändern. Seit die Gemeinde 2012 das Bahnhofsareal um 5,9 Millionen Euro gekauft hat, gibt es schon Pläne zur Verschönerung. Wie berichtet holt Bürgermeister Alfons Besel nun die Bürger zu Hilfe. Mit der Firma noncomfort sollen die Gmunder die Chance erhalten selbst zu bestimmen wie das gesamte Areal vor und hinter dem Bahnhof in Zukunft aussehen soll.

Zu Beginn durften alle Anwesenden auf eine Tafel schreiben, was ihrer Meinung nach Gmund auszeichnet.

Eine Dame wünscht sich eine E-Bike Station, ein Rollstuhlfahrer mehr Barrierefreiheit. Eine andere Gmunderin plädiert wiederum für einen neuen Kiosk. Die Busschleife vor dem Bahnhofsgebäude wurde besonders stark angesprochen, sie sei zu zugestopft und an manchen Tagen müsse man sich erstmal durch vier Busse schlängeln bis man den richtigen gefunden hat.

Um die Ideen zu sammeln, wurde heute erstmal ein Brainstorming durchgeführt. Bei der Aufgabe Vervollständigen Sie den Satz “Gmund ist” fanden einige interessante und teilweise auch lustige Formulierungen den Weg auf die Tafel. Dazu gehörten “Gmund ist … das Tor zum Tegernsee” oder auch “bauernschlau”. Am meisten für Erheiterung sorgte der Satz “Gmund ist … voller lustiger Bayern”.

“Die Gmunder sind die Experten für Gmund”

Am Ende der kommenden drei Tage soll dann ein Konzept entstehen, für einen genauen Bauplan sei es freilich noch zu früh. Aber hinter jedem guten Bauplan stehe auch ein gutes Konzept. Dieses soll am Donnerstagabend vorgestellt werden. So betont Marieluise Brandstätter von noncomfort:

Wir sind vielleicht die fachlichen Experten, aber die Gmunder sind die Experten für Gmund.

Und so wirkt es auch. Die Einheimischen stellen kritische Fragen und bringen eigene Ideen ein. Was also aus Gmunds Bahnhof wird? Das liegt ganz in den Händen der Gmunder. Zwei Tage bleiben noch.

Das Ideenbüro in Gmund im Neureuthersaal.

Hier können Bürger ihre Wünsche und Ideen einwerfen.

Diskutieren über Gmund’s Verkehrproblem.

Gemeinsames Brainstorming am Bahnhof

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