Wenige Klicks statt hundert Seiten

von Simon Haslauer

Bad Wiessee trumpft mit einem neuen Online-Tool auf. Bürgermeister Robert Kühn sieht seine Gemeinde in einer Vorreiterrolle. Spielerei oder nützliches Werkzeug?

Die Gemeinde Bad Wiessee hat ein neues Tool eingeführt, das für mehr Transparenz sorgen soll. Mit einem Klick auf das Bild kommt ihr zu der Webseite. / Quelle: KSLplus

Bad Wiessee modernisiert sich weiter. Neue Website, neues Parksystem und jetzt kommt noch ein neues Online-Tool dazu: KSLplus. Geschäftsführer der Gemeinde, Hilmar Danzinger, betont: „Bad Wiessee führt als erste Gemeinde im Bayerischen Oberland eine Visualisierung des Haushalts ein.“

Bei KSLplus handle es sich um ein Online-Tool, dass den aktuellen Haushalt in einer ansprechenden und verständlichen Form präsentieren soll. Danzinger führt fort: „Alle Bürgerinnen und Bürger haben somit die Möglichkeit sich schnell über die wichtigsten Einnahme- und Ausgabearten kundig zu machen, sich die Finanzplanungen anzusehen, die Personalintensität oder Einnahmen aus der Gewerbesteuer.“

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Außerdem sehe man dort auch den Schuldenstand der Gemeinde. Ziehen andere Gemeinden mit und visualisieren ihren eigenen Haushalt, könne man, so Danzinger, die Leistungsfähigkeit “seiner” Gemeinde vergleichen. „Erneut nimmt die Gemeinde Bad Wiessee eine Vorreiterrolle ein, denn derartige Darstellungsformen sind in kameralen Haushalten nicht zu finden“, sagt Wiessees Bürgermeister, Robert Kühn und bemerkt:

Transparenz und Bürgerfreundlichkeit waren mir schon im Wahlkampf ein großes Anliegen. Mit der Zurverfügungstellung des visualisierten Haushalts macht die Gemeinde Bad Wiessee hierbei einen weiteren großen Schritt.

Auch mache es, so Kühn, „einen gehörigen Unterschied, ob man mehrere hundert Seiten PDF vor sich hat oder nach wenigen Klicks diejenigen Kennzahlen findet, für die man sich interessiert.“

Zugang zu vielen Daten

Abschließend betont der SPD-Politiker: „Wir nehmen diese Vorbildfunktion gerne an und freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Bürgerschaft”.

Optisch ist die Webseite (noch) kein Meisterwerk. 3D Kuchendiagramme erinnern eher an alte Datenvisualisierungen, und auch die Tabelle ist erst nach einiger Betrachtungszeit aufschlussreich. Aber Interessierte können mit wenig Aufwand die relevanten Daten rausarbeiten. Wer sich die Seite genauer anschauen will, hier geht’s lang.

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