Katastrophenschutz-Treffen in Wiessee
Wie können wir uns vor Hochwasser schützen?

von Redaktion

Die Hochwasser-Katastrophe im Juli hat die Menschen vor Ort und in ganz Deutschland erschüttert – aber auch zum Nachdenken angeregt. Was, wenn unsere Tal-Gemeinden von Fluten und Schlamm überrollt werden? Ein Bürgermeister hat nun reagiert und ein Katastrophenschutz-Treffen einberufen.

V.li.: BRK-Bereitschaftsleiter Benedikt Dörder, erster Feuerwehr-Kommandant Korbinian Herzinger und Bürgermeister Robert Kühn. / Quelle: Gemeinde Bad Wiessee

Noch immer sind zahlreiche Helfer in den Flutkatastrophengebieten im Westen Deutschlands. Seit zwei Tagen ist auch ein Zugtrupp des THW Ortsverbandes Miesbach in Rheinland Pfalz, um bei der Koordinierung von über 100 Einsatzkräften verschiedener Hilfsorganisationen zu helfen (wir berichteten). Die Rückkehr zur Normalität in den Regionen wird Jahre dauern.

Gleichzeitig hatte man besonders auch hier im Tegernseer Tal wieder die Bilder des Jahrhunderthochwassers im Jahr 2013 vor Augen. Vor rund einer Woche schrieb unser Kollege Martin Calsow einen Kommentar über die Gefahr des exzessiven Versiegelns unseres Bodens und der Bebauung gegen die Natur. Er forderte unter anderem die Bürgermeister dazu auf, zu reagieren und vor allem die Bürger aufzuklären. (Hier geht’s zum Kommentar)

Katastrophenschutz-Treffen in Wiessee

Ein Tal-Bürgermeister hat mittlerweile das Zepter in die Hand genommen und zu einem ersten Vernetzungstreffen zum Katastrophenschutz ins Wiesseer Rathaus eingeladen. Bürgermeister Robert Kühn (SPD) erklärt: „Das Thema Katastrophenschutz ist Chefsache in Bad Wiessee.“

Mit dabei beim Treffen waren der erste Feuerwehr-Kommandant Korbinian Herzinger sowie Wiessees BRK Bereitschaftsleiter und Kreisbereitschaftsleiter Miesbach Benedikt Dörder. „Erklärtes Ziel der Runde ist eine baldmöglichst stattfindende Informationskampagne“, so Kühn.

Hierzu soll es noch im Herbst eine Bürgerversammlung mit Experten zum Thema Hochwasserschutz und Schutz vor Starkregenereignissen geben.

Ebenso persönliche Ansprache und Sensibilisierung der Bevölkerung stehen laut Kühn auf dem Plan. „Gleichzeitig sollen Strukturen und Abläufe analysiert und gegebenenfalls angepasst und verbessert werden. Auch hier muss es ein Zusammenspiel der Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie des Rathauses geben. Selbstverständlich ist auch die Bürgerschaft hierzu mit einzubeziehen.“

Bürger mit ins Boot holen

Kühn betont abschließend: „Unsere Feuerwehr und Rettungsorganisationen sind bereits jetzt gut auf einen Ernstfall vorbereitet. Darauf wollen wir aufbauen und noch besser werden. Besonders die Bürgerinnen und Bürger müssen mit ins Boot genommen werden.“

Es ist Pflicht und Aufgabe von uns allen, sich auf mögliche Gefahren bestmöglich vorzubereiten.


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