Klaudia Martini hört auf
Klaudia Martini macht Platz für Nachrückerin

15 Jahre prägte sie mit ihrer außergewöhnlichen Art die Geschicke der Westufer-Gemeinde Bad Wiessee: Jetzt geht Martini (SPD) überraschend in den politischen Feierabend.

Seit 2008 sitzt Klaudia Martini im Wiesseer Gemeinderat. Jetzt geht sie unerwartet.

Nach einer turbulenten Sitzung verkündet der Bürgermeister Robert Kühn (SPD) überraschend den Rückzug einer Genossin. Mit sofortiger Wirkung tritt Klaudia Martini von ihrem Amt als Gemeinderätin in Bad Wiessee zurück. Er nennt gesundheitliche Gründe für diese Entscheidung. Schon länger hat die 72-jährige Vollblut-Politikerin in Sitzungen gefehlt. Jetzt zieht sie die Konsequenz. Erste Nachrückerin ist Dr. Isabel Dörder. Die Ärztin am Krankenhaus Agatharied könnte schnell die Position Martinis einnehmen. Sie sitzt dann neben ihrem Mann, Benedikt Dörder, der im Rat für die SPD sitzt. 

Klaudia Martini, 1950 in der Oberpfalz geboren, ist Juristin, war als Richterin tätig, ehe sie in der Landespolitik eine große Karriere begann. Sie wirkte zehn Jahre als Umweltministerin in Rheinland-Pfalz, und war als Abgeordnete im Bayerischen Landtag für die SPD tätig. 2008 zog sie in den Wiesseer Gemeinderat. In ihrer Zeit fielen große Entscheidungen der Gemeinde wie der Erwerb des Jod-Schwefel-Bads und der Verkauf des Kur-Areals an die Schweizer Firma SME. 

Randnotiz: Dienstältester Gemeinderat ist noch immer Kurt Sareiter von der CSU. Der 76-Jährige gehört dem Gremium seit 39 Jahren an.

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