Der Foto Mayer ist umgezogen
Wo in Gmund jetzt Fotos geschossen werden

von Filiz Eskiler

Das denkmalgeschützte Haus in der Tegernseer Straße 6 und 6a im Gmunder Ortskern wird saniert. Alle Mieter müssen raus. Darunter auch die Reinigung Rebelein und der Foto Mayer. Letzterer ist mittlerweile umgezogen – und das gar nicht all zu weit weg. Trotzdem hat sich durch den Wechsel der Räumlichkeiten einiges geändert.

Georg Mayer in seinem neuen Laden

Foto Mayer gehört zu Gmund wie das Objektiv zur Kamera. Im Herzen des Ortes ist Foto Mayer schon seit Jahrzehnten im denkmalgeschützten Gebäude gegenüber des Maximilians zu finden. Wegen der Sanierung des Gebäudes wurde allerdings sämtlichen Mietern gekündigt. Für die Reinigung Rebelein bedeutet das das Ende in Gmund (wir berichteten).

Wenig später kam aber zumindest für Foto Mayer die erfreuliche Nachricht, dass der Laden nicht wie erst gedacht nach Rottach ziehen muss, sondern in Gmund erhalten bleibt. Aber wo ist Georg Mayer mit seinem Laden jetzt eigentlich genau und was ändert sich künftig?

Lange Tradition in Gmund

Der “selbstständige Einzelkämpfer“, wie er sich selbst nennt, ist bereits seit 25 Jahren in Gmund. Schon bevor er den Beruf des Fotografen erlernt hat, war Georg Mayer begeistert von der Kamera. Sein Beruf bereite ihm daher immer noch viel Freude. Für ihn ist das besonders wichtig: „Der Beruf muss Spaß machen.”

Der Fotograf schießt aber nicht nur Pass- oder Bewerbungsbilder für seine Kunden. Er bietet auch eine große Auswahl an Waren an, die er in seinem Laden präsentiert: von Bilderrahmen und Alben bis hin zu Fotozubehör und Kameras. Für Aufträge außer Haus, wie zum Beispiel als Hochzeitsfotograf, hat Mayer extra eine Fotografin. So kann er seinem Laden die volle Aufmerksamkeit schenken. Denn was ihm am meisten Spaß macht ist nicht nur das Fotografieren an sich, sondern auch der tägliche Umgang mit den Kunden.

Wo ist der Foto Mayer hin?

Unser Gespräch wurde immer wieder vom Klingeln des Telefons unterbrochen. Egal, was der Kunde auf der anderen Seite der Leitung wollte, am Ende musste Mayer stets erklären, wo sein neuer Laden nun eigentlich sei. “Dabei ist´s nur ein Haus weiter.” Mayer erzählt lachend: „Viele haben echt ein Problem damit und fragen nach, da sag ich dann: nur ein Haus weiter. Gegenüber vom Maximilian, neben der Allianzversicherung. Ist ja wichtig, dass mich die Leute finden, ich hab drüben am alten Laden auch ein Schild aufgehängt.“

Der alte Laden von Georg Mayer muss bis Samstag ausgeräumt sein.

Über die Kundenfrequenz kann sich Mayer jedenfalls nicht beschweren, die Nachfrage werde in letzter Zeit sogar eher höher. Ein Freund von Mayer, der während unseres Gesprächs im Laden ist, um bei den letzten Umzugskartons mit anzupacken, bestätigt das mit einem schmunzelnden: „Ja sauber“. Denn vor lauter Kunden bleibe kaum Zeit zum Um- und Einräumen.

Vor allem die junge Generation komme oft mit Handys, erzählt Mayer, um Bilder an den modernen Stationen auszudrucken. Die Konkurrenz zu großen Ketten macht dem Selbstständigen scheinbar kaum zu schaffen. Dass nun direkt nebenan Räumlichkeiten frei wurden, ist laut Mayer ein glücklicher Zufall gewesen:

Die Sanierung in dem Gebäude, in dem ich vorher war, ist dringend notwendig. Mein alter Hausherr hat mir ja schon vor etlichen Jahren Bescheid gegeben, ich hab also die Fühler schon ausgefahren gehabt. Dann hat mich der Architekt angesprochen, dass drüben ein Laden frei wird. Ich brauche ja eine gewisse Quadratmeterzahl, jetzt ist es optimal.

Mit den neuen Räumlichkeiten ist er zufrieden. Mayer beschreibt sie als „wesentlich größer, heller, schöner.“ Nun könne man die Ware um einiges besser präsentieren, denn vorher seien die Räumlichkeiten fast zu beengt gewesen. „Aber das war früher so, da waren die Läden nun mal kleiner.“ Für Mayer war die Sanierung und die damit verbundene Kündigung aus dem alten Gebäude also ein Glückstreffer. Hier erste Eindrücke des neuen, noch mitten im Umzug steckenden Geschäfts:

Die neuen Räume in Gmund

Bald ist alles fertig


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