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LKW-Stellplätze auf Otterfinger Gebiet: Behörde leitet Verfahren ein

Beschwerden gegen Brummi-Rastplatz

Von Robin Schenkewitz

Auf Otterfinger Gebiet sollen demnächst 106 neue LKW-Stellplätze für die Autobahn entstehen. Seit geraumer Zeit läuft dagegen eine Petition der Bürger. Und auch die Staatsforsten sind gegen die Lage in Otterfing. Nichtsdestotrotz wurde von der Regierung von Oberbayern jetzt ein entsprechendes Verfahren eingeleitet. Aber die Gemeinde will sich wehren.

Auch auf Otterfinger Gemeindegebiet soll ein großer LKW-Rastplatz entstehen.
Ebenso wie in Holzkirchen soll auch auf Otterfinger Gemeindegebiet ein großer LKW-Rastplatz entstehen.

Die Autobahndirektion Südbayern (ADS) plant eine „Kombinationslösung“ für die Autobahn A8. Der Neubau des Parkplatzes in Otterfing geht einher mit einer moderaten Erweiterung des Rastplatzes Holzkirchen Süd. So soll die „Stellplatzkapazität bedarfsgerecht erhöht werden“. Auf diese Weise will die Direktion den wachsenden Anforderungen an der vielbefahrenen Autobahn Herr werden.

„Belange wurden nicht berücksichtigt“

Neben der Autobahnbrücke in Richtung Hofolding, knapp 1,3 Kilometer hinter dem bestehenden Parkplatz in Otterfing, sollen die neuen Parkplätze für die Laster entstehen. Die 36.000 Quadratmeter große Fläche soll dann Platz für 106 zusätzliche LKW-Stellplätze sowie einen 350 Meter langen Längsparkstreifen für Großraum- und Schwertransporte bieten.

Doch schon im Juli berichteten wir darüber, dass die Otterfinger Bürger damit nicht einverstanden sind. Sie starteten eine Unterschriftenaktion gegen die geplante Erweiterung. Der Grund liegt für den Dritten Bürgermeister Karl Einwanger (Grüne) auf der Hand: „Die Otterfinger Belange sind viel zu wenig berücksichtigt worden.“

(K)eine Alternative in Sauerlach

Denn eine Alternative wäre da. Und das nur wenige Kilometer entfernt in Sauerlach. Bei dieser Variante wäre der Abstand zu den Häusern rund 700 Meter größer. Auch würde man in Otterfing mit 3,6 Hektar weit mehr wertvolles Waldgebiet opfern müssen, während in Sauerlach lediglich 2,4 Hektar gerodet werden müssten.

Daher hat sich auch ein von der Autobahndirektion eigens erstellter Variantenvergleich gegen Otterfing und für Sauerlach ausgesprochen. Doch die Behörden beharren weiter auf einem Bau in Otterfinger Gebiet. Bürgermeister Jakob Eglseder glaubt zu wissen warum:

In Sauerlach ist es ein Naturschutzgebiet und bei uns nur Bannwald. Zudem gehört das Otterfinger Gebiet den Staatsforsten und da tun sie sich einfach leichter.

Dabei würde das rein vom Wald her kaum einen Unterschied machen, weiß der Bürgermeister. „Das bestätigen uns auch die zuständigen Staatsforsten aus Schliersee“, so Eglseder. Stefan Pratsch, Forstbetriebsleiter der Bayrischen Staatsforsten, hatte schon im Juli gegenüber der Holzkirchner Stimme betont, dass er Sauerlach favorisiere. Aber: „Bisher habe ich den Eindruck, dass meine Meinung nicht so relevant für das Planungsvorhaben ist“, monierte Pratsch.

Otterfing berät über Einwände

Ungeachtet der Einwände schreitet die Autobahndirektion mit ihrem Vorhaben voran. Wie die Regierung von Obaerbayern heute bestätigte, habe sie das Planfeststellungsverfahren für Otterfing eingeleitet. Damit liegen die Unterlagen nun einen Monat im Rathaus aus und können dort von den Bürgern eingesehen werden. Außerdem können Einwände von den Betroffenen gemacht werden.

Bürgermeister Eglseder bestätigte, dass die Unterlagen gestern im Rathaus angekommen seien. Man werde diese nun gemeinsam prüfen und dann an den Rechtsbeistand weiterleiten. In jedem Fall werde sich Otterfing gegen das Vorhaben zur Wehr setzen, stellt Eglseder klar.

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