Breitbandstudie des Landkreises – Antwort aus der SMG

Von Redaktion

Zweite Anmerkung vom 18. August / 14:03 Uhr
Wie in den Kommentaren versprochen haben wir auf den Beitrag von Sepp nochmal bei der SMG nachgefragt. Hier auch nochmal der Kommentar:

„Die Studie ist leider nicht verwertbar, da sie einfachste statistische Kriterien nicht erfüllt: Sie stellt nicht das Ergebnis einer Stichprobe dar, sondern gibt nur die Meinung der freiwilligen Rücksender wieder.“

Und hier die Antwort von Stephanie Stiller, von der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach, den Initiatoren der Breitbandstudie:

Die Zielsetzung der Ist- und Bedarfsanalyse im Rahmen der Breitband-Machbarkeitsstudie war es von Anfang an den erhöhten Bedarf an Breitband-Internet zu ermitteln. Es war niemals die Intention hierzu eine Stichprobe oder gar die Grundgesamtheit zu befragen.

Um den Förderrichtlinien der Breitbandinitiative Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie zu entsprechen muss der erhöhte Bedarf gegeben sein. Bei der Befragung der Unternehmer wurden alle Gewerbetreibenden der 15 teilnehmenden Landkreisgemeinden befragt, die bei der Handwerkskammer oder bei der Industrie- und Handelskammer gemeldet sind. Bei der Befragung der privaten Haushalte wurden, je nach Ausbau der technischen Infrastruktur des Internets, teilweise nur bestimmte Ortsteile oder Straßenzüge einer Gemeinde befragt.

Vielen Dank nochmal an Frau Stiller für Ihre schnelle Antwort.

Anmerkung vom 15. August / 09:24 Uhr
Der Link zur Studie hat im gestrigen Artikel leider nicht funktioniert. Deswegen hier nochmal der Auszug der Breitbandstudie, zur Verfügung gestellt von der SMG.

Abschlusspräsentation_LK_Miesbach_Presse_1

Die Datei öffnet als PDF. Insgesamt 22 Seiten auf 1,6 Mb.

Ursprünglicher Artikel vom 14. August:
Anfang der Woche hatte die SMG (Standort Marketing Miesbach) zusammen mit der dafür beauftragten Firma eine landkreisweite Studie über „Schnelles Internet“ oder Breitband vorgestellt. Daran hatten sich 15 der 17 Kommunen beteiligt.

Das wie oder wer der Präsentation ist in diesem Zusammenhang aber nicht das wichtigste. Entscheidend ist was kam dabei raus und was bedeutet das für die Zukunft. Für uns natürlich am interessantesten was bedeutet das für das Tegernseer Tal und die 5 Gemeinden.

Der IST-Zustand im Tal zeigt:
Der Wunsch in Haushalten und Unternehmen an schnellem Internet ist in beiden Gruppen vorhanden. Aber vor allem für die Unternehmen ist ein schneller Internet-Zugang oft ein wichtiger Standort-Faktor. Und das wird in den nächsten Jahren auch noch mehr zu DEM entscheidenden Standort-Faktor werden. Ohne schnelle Leitung wird sich kaum ein Firma niederlassen.

Zwei Drittel aller befragten Betrieb sehen den Breitbandausbau als wichtig bis sehr wichtig für ihr Unternehmen an

Dass schnelle Leitungen in Zukunft immer wichtiger werden, dürfte allen Beteiligten klar sein: Immer mehr Angebote, wie Fernsehen oder Musikhören über das Netz werden immer mehr Datenkapazität brauchen.

Kommt der Zweckverband?

Der Frage nach dem Wie werden sich die Gemeinden bis zum Jahresende stellen müssen. Für Ende Oktober ist eine Dienstbesprechung der Bürgermeister vorgesehen, bei der das Thema zur Sprache kommt. Dann wird sich auch entscheiden, ob wirklich alle Gemeinden an einem Zweckverband mitmachen wollen. Ziel des Verbandes soll sein, dass sich alle an allen Kosten beteiligen; also nicht nur an den Kosten für den eigenen Ausbau. Im Klartext ist das quasi sowas wie der Länderfinanzausgleich auf Bundesebene – die Gemeinde, die gerade Geld für den Ausbau braucht, bekommt das Geld aus dem Einheitstopf. Wer gerade nichts braucht zahlt trotzdem und bekommt vielleicht später etwas.

Da im Tal die Leitungen zur Zeit eigentlich erstmal OK sind, würden wir also die ersten Jahre erstmal „Einzahler“ sein und den Vorteil des Zweckverbandes erst in einigen Jahren spüren, wenn es heißt, z.B. Glasfaserkabel im Tal zu verlegen – oder was man in ein paar Jahren eben nutzt. Die Entwicklung schreitet gerade in dieser Branche wahnsinnig schnell voran und der momentan gute Datendurchfluß im Tal kann in ein paar Jahren schon eine lahme Gurke sein.

Das Tegernseer Tal ist gut versorgt mit DSL

Die Kosten für jede einzelne Gemeinde sind also nur schwer abschätzbar. Ein Zweckverband würde auf jeden Fall helfen mit der Entwicklung standhalten zu können und den kompletten Landkreis permanent mit der besten Technik zu versorgen. Langfristig kommt das auch dem Tegernseer Tal zugute. Welche Kosten damit auf die einzelnen Gemeinden oder sogar auf den einzelnen Bürger zukommen weiß derzeit natürlich noch niemand.

Auf den folgenden Folien sieht man den Ist-Zustand im Tal: (einen Auszug aus der Präsentation gibt es hier zum Runterladen)

Die Momentane Abdeckung zeigt, dass es rings um den Tegernsee zur Zeit recht gut mit zeitgemäßen DSL-Leitungen (grüne Punkte) abgedeckt ist

Knapp die Hälfte der befragten Haushalte im Landkreis wünscht sich eine schnellere Internetleitung
mmerhin ein gutes Drittel der Befragten hat ein beruflich genutztes Büro im eigenen Haushalt und ist auf schnelle Leitungen angewiesen
Immerhin ein gutes Drittel der Befragten hat ein beruflich genutztes Büro im eigenen Haushalt und ist auf schnelle Leitungen angewiesen
Die starke Hälfte aller Betrieb ist momentan mit einer guten DSL-Leitung zufrieden. 14% wünschen sich aber heute schon extrem schnelle Leitungen mit 16 Mbit/s und mehr


Unternehmen aus unserer Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt


Aktuelle Jobangebote aus der Region
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme